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„Der Caritas-Kurs hat geholfen, uns in Deutschland einzuleben!“

Interview mit Olga Wolff (36) und ihrem Sohn Yaroslav (10) aus München

Olga Wolff wuchs in Russland auf und kam 2003 nach Deutschland. Ihr Sohn Yaroslav war damals vier Jahre alt. Beide empfanden die Umstellung als „Schock“. Yaroslav hatte anfangs mit sozialen und sprachlichen Problemen zu kämpfen. Olga wurde 2006 vom „Psychologischen Dienst für Ausländer“ der Caritas betreut. Yaroslav nahm an dem Kurs „Fit für die Schule“ teil. Heute geht er in die fünfte Klasse Gymnasium.

Olga und Yaroslav

Olga und Yaroslav

Frau Wolff, wie sind Sie auf den Caritas-Kurs „Fit für die Schule“ aufmerksam geworden?

Olga Wolff: 2006 suchte ich wegen meiner Eheprobleme einen russischsprachigen Psychologen auf. Er hat mich beraten und mir diesen Kurs für Yaroslav empfohlen. Nach Rücksprache mit Frau Wystrychowski und Frau Link von der Caritas habe ich meinen Sohn dort angemeldet.

Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Olga: Mein Sohn hatte viele soziale Probleme. In Russland konnte er wegen seiner Neurodermitis keinen Kindergarten besuchen. Weil ich Yaroslav nicht impfen wollte, wurde er nirgendwo genommen. Es war sehr schwierig.Yaroslav war überhaupt nicht an andere Kinder gewöhnt.

Was hast du im Caritas-Kurs gemacht?

Yaroslav: Ich habe mich regelmäßig einmal die Woche mit anderen Kindern getroffen. Wir haben geredet, Bilder gemalt und Ausflüge gemacht. Einmal waren wir alle zusammen im Kino und später bei McDonalds. Außerdem durften wir die Bavaria Filmstudios besuchen. Das hat total Spaß gemacht.
 
 Olga: In Rollenspielen wurden konkrete Probleme aufgegriffen und daran gearbeitet. Es ging auch um die problematische Beziehung zwischen Jungs und Mädchen. Yaroslav hat gelernt, wie man mit Mädchen umgehen soll.
 

Yaroslav, wie geht es dir in der Schule?

Yaroslav: Ich bin in der fünften Klasse im Elsa-Brändström-Gymnasium in Pasing. Deutsch und Sport sind meine Lieblingsfächer. In der ersten bis zur dritten Klasse war ich in Deutsch noch sehr schlecht. In der vierten habe ich viel geübt und bekam einmal pro Woche Unterstützung von unserer Nachbarin.

Seit wann sind Sie in Deutschland?

Olga: Seit August 2003. Wir sind aus Samara, der sechstgrößten Stadt Russlands, nach Deutschland gekommen. Ich hatte erst kurz zuvor geheiratet und kam mit meinem deutschen Mann hierher.

Gab es anfangs auch Schwierigkeiten in Deutschland?

Olga: Es war wie ein Schock für mich. Ich hatte keinen Menschen hier, nur meinen Sohn. Ich hatte keine Freunde oder Bekannte und litt unter furchtbarem Heimweh. Außerdem konnte ich kein Wort Deutsch. Yaroslav hatte zum Glück weniger Schwierigkeiten, lernte die Sprache schneller. Ich habe inzwischen drei Kurse belegt. Eine Lehrerin von Yaroslav hält mein Deutsch allerdings immer noch für sehr schlecht.

Yaroslav, wie lange hat es gedauert, bis du dich hier eingelebt hast?

Yaroslav: Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Ich war ja noch so klein, gerade mal im Kindergarten. Es hat aber bestimmt ein Jahr gedauert, bis ich überhaupt verstand, was man von mir wollte.
 
 Olga: Es war anfangs sehr schwierig für Yaroslav. Er hat oft geweint.
 

Was hat das Caritas-Projekt gebracht?

Yaroslav: Mein Deutsch ist mit der Zeit besser geworden. Außerdem habe ich Freunde gefunden.
 
 Olga: Ich habe andere Eltern kennen gelernt und hatte jemanden, mit dem ich mich austauschen konnte. Das Projekt hat uns beiden sehr geholfen, uns einzuleben.
 

Wie gefällt es Ihnen jetzt in Deutschland?

Olga: Anfangs hatte ich großes Heimweh. Seit kurzem arbeite ich in einem Montessori-Kindergarten. Jetzt möchte ich gerne eine Ausbildung zur Kinderpflegerin machen. Ob wir aber für immer hier bleiben werden, steht noch nicht fest. Ich möchte mich tausendmal bei der Caritas bedanken. Es war eine ganz große Hilfe für uns.

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