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Interview mit Hans Steinbichler

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Der Regisseur Hans Steinbichler zu seinem Engagement für die Nicolaidis Stiftung:

Beim Kurzfilmprojekt „Kurz

  • Kritisch
  • Komisch“ der Nicolaidis Stiftung lernen jugendliche Halb- und Vollwaisen das Filmemachen. Die besten Arbeiten der „Jungregisseure“ werden im Herbst ausgezeichnet. Sie haben sich bereit erklärt, Jurymitglied zu werden – Warum engagieren Sie sich für das Projekt?
     
     Ich bin 42 und habe viel Kontakt zu meinen Eltern. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Vorstellung, ohne Vater oder Mutter zu leben, ist ein Gedanke, der kaum zu ertragen ist. Was könnte es also Besseres geben, als mit Menschen zu sein oder für Menschen etwas zu machen, denen genau dieser Verlust widerfahren ist. Ich bin sehr froh, bei einem derart wichtigen Projekt dabei sein zu können.
     
     
     In den Workshops erarbeiten die Jugendlichen einminütige Kurzfilme – Was macht einen gelungenen Kurzfilm aus, auch wenn es der erste Kontakt mit dem Medium Film ist?
     
     Die Pointe macht den Kurzfilm aus. Ein Kurzfilm ist ein Überraschungsangriff ohne Vorbereitung oder Vorwarnung. Die Teilnehmer sollten sich unbedingt auf YouTube Werbefilme ansehen, die ausgezeichnet wurden. Von denen kann man Einiges lernen über Rhythmus, Auslassung und genaues Timing.
     
     
     Wie alt waren Sie, als Sie Ihre Leidenschaft fürs Filmen entdeckten?
     
     Die Leidenschaft für den Film und das Kino habe ich am Ende meines Jurastudiums, mit 27, entdeckt. Sehr spät also. Um Filmemacher oder Regisseur zu werden, muss man nicht mit acht Jahren die ersten Filme gedreht haben. Das Wichtigste ist, Erfahrungen gemacht und eine Vergangenheit zu haben, über die man nachdenkt. Mir scheint, dass alle Teilnehmer in diesem Projekt geradezu prädestiniert sind für das Erzählen auf Film.
     
     
     Gut möglich, dass einige der Jugendliche bei den Workshops „Blut lecken“ – Haben Sie Tipps für junge Menschen, wie sie in puncto Filmemachen in Übung bleiben können, auch wenn das Budget vielleicht nicht so groß ist?
     
     Ich selbst übe ohne jedes Budget an jedem Tag. Ich fotografiere und filme mit meinem Handy. Dabei komme ich im Monat auf ungefähr 800 Bilder mit einigen Filmen darunter. Diese Bilder selektiere ich, wann immer ich etwas Zeit habe. Es bleiben dann im Monat etwa 100 Bilder übrig. So übe ich jeden Tag, zu sehen und zu entscheiden.
     
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