Graphik des alternativen medienpreises

Digitale Pressemappe

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Pressemitteilung vom 17. April 2009

Alternativer Medienpreis feiert zehnjähriges Jubiläum
  Jury ehrt Journalisten mit Mut zur Kritik
 

Am 8. Mai wird im Nürnberger Bildungszentrum der Alternative Medienpreis 2009 verliehen. Zum zehnten Mal honoriert die Jury Beiträge, die sich durch ihre medienübergreifende Darstellung, ihre innovative Form oder ihren gesellschaftskritischen Ansatz hervorheben. Bei fast 130 Einsendungen fällt die Auswahl der Nominierten im Jubiläumsjahr besonders schwer. Erstmalig wird der Preis in vier Kategorien vergeben. Die Sparten Print und Internet stehen nichtkommerziellen Zeitungen, Zeitschriften sowie anspruchsvollen Online-Auftritten und Beiträgen mit Themen abseits des Kommerz' offen. Die nominierten Audio- und Videoeinsendungen zeichnen sich durch Ideenreichtum, Kreativität und ihre dramaturgische Gestaltung aus. Pro Kategorie winken zwei Preise zu je 500 Euro.
 
 Jurymitglieder sind unter anderem Peter Lokk, Nürnberger Medienakademie (Print), Dr. Gabriele Hooffacker, Journalistenakademie München (Internet), Dietz Schwiesau, MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt (Audio), und Malte Burdekat, InnovaTV (Video). Der Verein Nürnberger Medienakademie e.V. rief den Preis im Jahr 2000 gemeinsam mit Radio Z ins Leben. Zum Jubiläum hat Dr. Gabriele Hooffacker das Buch „Bürgermedien Neue Medien Medien-alternativen. 10 Jahre Alternativer Medienpreis“ (19 Euro) herausgebracht.
 
 Über einen Vorab-Hinweis und einen Bericht zur Preisverleihung freuen wir uns. Gerne helfen wir bei Interview- und Materialwünschen. Erste Informationen zu den Preisträgern gibt es ab Donnerstag 7. Mai nach telefonischer Rücksprache unter +49 151 10020515 auf www.alternativer-medienpreis.de.
 
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Pressemitteilung vom 7. Mai 2009

Zehnter Alternativer Medienpreis zeichnet interaktive Medienprojekte aus
  Acht Preisträger in den Sparten Presse, Internet, Audio und Video
  Verleihung am Freitag, 8. Mai, 20 Uhr im Bildungszentrum Nürnberg
 

Fast 130 innovative und gesellschaftskritische Einsendungen – im Jubiläumsjahr fiel der Jury die Auswahl der Preisträger besonders schwer. Überzeugen konnten in der Sparte Presse Michael Weiss mit seinem Beitrag „Lifestyle und Symbole rechter und rechtsextremistischer Gruppen“ sowie „Die Amalgam-Kontroverse“ von Thorsten Engelbrecht. Preise für gelungene Online-Auftritte gehen an den Podcast „www.respect.de“ und „www.nachdenkseiten.de“. „Ene mene meck und du bist weg“, ein Feature zum Thema Gewalt in Familien und der Beitrag „DU bist Radio“ mit Häftlingen aus der JVA Lenzburg werden in der Kategorie Radio geehrt. Andrea Röpke und Otto Belina dürfen sich über einen Preis für ihren Fernsehbeitrag „Ferien im Führerbunker“ freuen; ebenso wie der berührende Film „Manchmal bin ich sogar glücklich“ von Margit Pabst.
 
 Die Preise werden am 8. Mai um 20 Uhr im Bildungszentrum der Stadt Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg, Raum 3.11 (Saal, dritter Stock) verliehen. Durch die Preisverleihung führt Peter Lokk von der Nürnberger Medienakademie. Bei der Verleihung erwartet Sie ein kulturelles Rahmenprogramm mit griechischen Klängen und im Anschluss ein leckeres Buffet. Der Eintritt ist frei.
 
 Über einen Bericht zur Preisverleihung freuen wir uns. Gerne helfen wir bei Interview- und Materialwünschen. Informationen zu den Preisträgern gibt es auf www.alternativer-medienpreis.de.
 
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Backgrounder

Alternativer Medienpreis feiert Jubiläum
  Geschichte, Ziele, Einzelheiten
 

Zum zehnten Mal wird am 8. Mai 2009 in Nürnberg der Alternative Medienpreis verliehen. Ins Leben gerufen wurde der Preis von Kiki Schmidt und Peter Lokk. Ausgezeichnet werden engagierte und kreative Medienschaffende, die neue Wege aufzeigen und damit eine alternative Öffentlichkeit schaffen. Der Alternative Medienpreis will einen Beitrag dazu leisten, die kritische und demokratische Kultur in Deutschland zu festigen. „Außergewöhnlich, andere Wege als der Mainstream nutzend, engagiert, kritisch, nicht populistisch”: Mit diesen Worten beschreibt Peter Lokk den Begriff alternativ.
 
 Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Beiträge zum einen auf der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte des Dritten Reiches und der Neuen Rechten. Zum anderen werden feministische Themen aufgegriffen, insbesondere dann, wenn Frauen sich kreativ mit den neuen Medien auseinandersetzen. Besonderes Augenmerk wird auf crossmediale Beiträge gelegt. Das sind Kombinationen verschiedener Genres, die die klassischen Formen der Presse-, Hörfunk-, Fernseh- und Internetbeiträge bereichern.
 
 Den Alternativen Medienpreis 2009 organisiert die Nürnberger Medienakademie e.V. gemeinsam mit dem Kulturreferat der Stadt Nürnberg, der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG, dem MedienCampus Bayern e.V., Kommunikation und Neue Medien e.V. und der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju). Der Wettbewerb wird unterstützt vom Bündnis 90/Die Grünen, von Christine Stahl MdL, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der GL Grünen Liste Erlangen, Radio Z, dem Verlag Nürnberger Presse, dem Verlag Testimon und weiteren Unterstützern.
 
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Laudationes

Kategorie Audio/Radio

Du bist Radio

Das Aarauer Jugend und Kulturradio Kanal K gibt sein Mikrophon an besondere Menschen weiter Radio Kanal K gibt sein Mikrophon aus der Hand: „Du bist Radio!“ heisst das Projekt, das das alternative Jugend- und Kulturradio des Kanton Aargau gemeinsam mit dem Beschäftigungsprogramm „Stage on Air“ auf die Beine gestellt hat. Im Mittelpunkt dieser neuen Sendereihe stehen besondere gesellschaftliche (Rand-) Gruppen: Kinder im Hospiz, Menschen mit Behinderung, Häftlinge in der JVA, Bewohner von Seniorenheimen, klösterliche Ordensgemeinschaften und andere Menschen, deren Lebensgeschichte eine aussergewöhnliche ist. Diese Gruppen werden in ihren eigenen Räumen – also vor Ort – Radiosendungen produzieren, nachdem sie durch das Kanal K-Team ins Radiohandwerk eingeführt wurden.
 
 Während der Aufzeichnung nimmt Kanal K keinerlei Einfluss auf den Inhalt der Sendungen. Das Ergebnis ist also völlig offen: Es können Musiksendungen, Reportagen, Talks oder autobiographische Berichte entstehen. Verantwortlich für das Projekt ist Kanal K Redaktionsleiter Ralf Stutzki: „Mit ‚DU bist Radio!’ betritt Kanal K Radioneuland. Hier treffen wir auf Menschen, von denen wir häufig lediglich wissen, dass es sie gibt – irgendwo da draussen. Aber das genügt nicht, denn sie gehören zu uns und sind Teil von uns. Also geben wir das Mikrofon an sie weiter und lassen sie eine eigene Radio-Sendung produzieren – authentisch und nicht journalistisch gefiltert.“
 
 Dank der finanziellen Unterstützung des ANNE FRANK-Fonds in Basel und der Genossenschaft Migros Aare konnte „Du bist Radio!“ an den Start gehen.
 
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Ene mene meck und du bist weg

Zum zehnten Mal wird in diesem Jahr der alternative Medienpreis verliehen. Für mich ist das etwas Besonderes. Ich bin dieses Jahr das erste Mal dabei. Da hat die Gewinnerin des Medienpreises in der Kategorie Hörfunk deutlich mehr Erfahrung als ich. Ich weiß noch wie das war, als ich meinen ersten längeren Beitrag zusammenzimmerte. Da arbeitete ich bei einer Radioagentur von RTL. Ich flog nach Riga, und ein Kunde von uns wollte ein Feature von ungefähr einer Viertelstunde Länge haben. Das war vor elf Jahren, da ging das noch hier und da. Ein Kollege sagte mir damals: „Sorge dafür, dass du richtig viel Geräusche mitbringst, damit Kino im Kopf entsteht.“
 
 Kino im Kopf: Für viele bedeutet das, Ein Beitrag muss rumsen und knallen. Dabei machen aber viele Produzenten entscheidende Fehler. Es gibt Geräusche-CDs, und da gibt es oft ein Geräusch, das heißt „Outdoor-Atmo“. Das ist eigentlich nicht mehr als ein lautes Grundrauschen. Das wird immer wieder rangenommen, wenn eine Szene im Freien spielt. Ein guter Tontechniker kann Ihnen sogar sagen, von welcher CD gerade dieses Rauschen kommt, weil es nur ungefähr ein halbes Dutzend davon gibt. Das ist kein Kino im Kopf, das ist wie früher nach dem Sendeschluss im Fernsehen, ein lästiges Geflimmer.
 
 Die Preisträgerin macht es anders. Sie verzichtet auf Geräusche, bis auf eine Stelle. Und trotzdem erzeugt sie Kino im Kopf. Sie benutzt ihre Sprache dazu, sowie eine bedrückende Musik und ein Kind, das Abzählreime aufsagt. Dadurch gelingt es ihr, den Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Ich habe mal gelernt, der Anfang eines Beitrags ist das wichtigste, da muss ein Earcatcher sein.
 
 Bei dem Gewinnerbeitrag ist das anders: Da ist der ganze Beitrag ein Earcatcher. Das ist bei diesem Thema auch wichtig, zumal es für einen Sender umgesetzt wurde, in dem viel gesprochen wird. Es geht um Kindesmisshandlung. Eine Psychologin kommt zu Wort, und ein Kind, das misshandelt wurde und nun in einem Heim lebt. Es ist ein Beitrag für Erwachsene, und doch gelingt es der Autorin, mit der Sprache des Kindes zu fesseln. Sie hat sich diesem Thema mit unglaublich viel Mut und Fingerspitzengefühl genähert. Und so ist die Geschichte eines gequälten Kindes entstanden, eines Kindes, das sich seine Familie zurück wünscht – nur anders.
 
 Ich wünsche mir mehr solcher Beiträge im Radio, engagiert, spannend, interessant, intelligent. Ich wünsche mir mehr Sender wie WDR 5 oder Bayern 2, die dafür Platz bieten. Und ich wünsche mir mehr Kollegen, die dazu beizutragen versuchen, dass das Radio nicht ausschließlich die größten Hits aller Zeiten, den schnellsten Verkehrsservice, die grellsten Blitzer und die lustigste Comedy abspult. Je länger ich beim Privatfunk arbeite, desto mehr weiß ich die Qualität
 des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu schätzen. Darum freue ich mich, dass ich den Medienpreis in der Kategorie Hörfunk einer Kollegin übergeben kann, die für den Westdeutschen Rundfunk arbeitet. Der Medienpreis in der Kategorie Hörfunk geht an Monika Hanewinkel. Marko Schlichting
 
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Kategorie Internet

www.nachdenkseiten.de

Auf die Nachdenkseiten stieß ich durch Zufall vor einigen Jahren. Beim ersten Besuch war ich etwas verwirrt: 'Hinweise des Tages' hieß es da. Nanu, dachte ich - so viele Hinweise und keinen kann ich anklicken! Nachdem ich mich allerdings mit der Navigation angefreundet hatte, entpuppten sich die Nachdenkseiten für mich als wahre Fundgrube.
 
 Ich interessiere mich für kritische Webseiten und siehe da - hier war wirklich eine. Mitten im Mediengetöse des neoliberalen Mainstreams steht ein Fels in der Brandung. In der Selbstdarstellung heißt es: 'Im Internet finden Sie gute kritische Websites. Aber Sie finden keine gebündelte kritische Begleitung der politischen Meinungs- und Willensbildung.'
 
 Die 'Hinweise des Tages' sind eine werktägliche Zeitungsschau. Kritische und weniger kritische Artikel sind dort verlinkt - sparsam kommentiert, aber immer das Denken herausfordernd. Eine derartig dichte Zusammenstellung relevanter Zeitungsartikel zum derzeitigen Wirtschaftsgeschehen fand ich bisher nirgendwo anders.
 
 Aus der Selbstdarstellung: Die 'NachDenkSeiten wollen die Qualität der öffentlichen Meinungsbildung und damit auch die Qualität der politischen Entscheidungen fördern.' Wenn Sie hören, welche Meinung in Deutschland ein Finanzexperte vertritt, dann fehlt Ihnen meist die Information, in wessen Lohn und Brot besagter Experte steht. Nicht aber bei den Nachdenkseiten!
 
 Interessenverflechtungen zwischen Wirtschaft und Meinungsmache werden aufgedeckt und genannt. Aus der Selbstdarstellung: 'NachDenkSeiten wollen hinter die interessengebundenen Kampagnen der öffentlichen Meinungsbeeinflussung leuchten und systematisch betriebene Manipulationen aufdecken.' Politische Bildung tut not. Verlinkungen zu anderen kritischen Seiten stellen Zusammenhänge her und helfen, Lobbyismus und Meinungsmanipulation besser zu erkennen. Sehr wichtig finde ich beispielsweise die Aufklärung über die Kampagne zur Rentenversicherung. Jahrelange PR-Arbeit hat mit Hilfe der Mainstream-Medien das Ansehen der staatlichen Rente in der Öffentlichkeit ruiniert. Das Geld sollte in die Taschen der privaten Versicherungen fließen. Jetzt, in der Krise, schreiben dieselben Medien, dass die privaten Rentenversicherer in Not sind und tun auch noch überrascht dabei.
 
 Die Nachdenkseiten klären darüber auf. Sie verwirklichen einen der wesentlichen Internet- Grundgedanken: Experten lassen interessierte Menschen an ihrem Wissen teilhaben. Und das kostenfrei, ehrenamtlich, kontinuierlich und zuverlässig. Damit haben sie sich den Alternativen Medienpreis in der Sparte Internet verdient. Sven Mainka
 
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www.respect.de

Respekt, eine mutige Wahl! Die Domain www.respect.de hat eine schillernde Namens-Nachbarschaft. Hinter respect.net verbirgt sich eine Schweizer Marketing-Agentur und noch vor kurzer Zeit führte respekt.com zur Website der bemerkenswerten russischamerikanischen Sängerin Regina Spektor. So gesehen und angesichts diverser Klischees: würden Sie die Jugendcommunity respect.de nicht spontan zwischen Rapper-Szene, Kunst und Kommerz ansiedeln?
 
 Die respect-Redaktion räumt schnell mit diesem Verdacht auf: „... Konsum ist zwar ein wichtiges Thema, doch darum geht es hier nicht. respect.de setzt sich für Toleranz und Anerkennung aller Menschen ein. respect.de lädt alle Jugendlichen ein, sich zu informieren, nachzudenken, Spaß zu haben, über die persönliche Zukunft zu diskutieren, Ideen und Träume gemeinsam zu gestalten. ...“
 
 Respect.de ist die Jugendcommunity der Aktion Mensch – einer Aktion also, die im Fernseh-Medium groß geworden ist und über großflächige Plakate im öffentlichen Raum auch TV-Muffeln zu Leibe rückt. Spendenakquise seriöser Organisationen für gute Zwecke ist legitim. Aber wie wohltuend ist es, wenn sich eine Gruppe engagierter Menschen um dieselben Ziele kümmern, ohne ihren Einsatz sogleich auf Kontoauszügen belegt sehen zu wollen!
 
 Auf respect.de findet sich kein einziger Spendenaufruf. Trotzdem gilt hier durchaus eine Variante des Leitworts „Geben ist seliger denn Nehmen“. Die Respect-Mitglieder sollen nicht nur konsumieren, sondern auch mitwirken – mit digitalen Inhalten beinahe jeder Machart. Anders als bei sattsam bekannten Portalen wie Youtube steht auf respect.de aber nicht der Aspekt der Darstellung eigener Findigkeit im Vordergrund – getreu dem Motto „Seht einmal, was ich in der Tauschbörse XY gefunden habe“, auch wenn die Werkzeuge ähnlich sind. Videos hochladen, Forenbeiträge schreiben, die Uploads anderer
 Nutzer bewerten, Fotos komponieren und präsentieren – all das funktioniert genau so einfach wie bei Flickr, MyVideo und Konsorten.
 
 Was respect.de aber auszeichnet: die Jugendlichen sehen und hören sich bevorzugt in ihrer realen Umgebung um, nicht auf Internet-Plattformen. Über ein Weblog und die Rubrik „Themen“ gibt die Redaktion Anstöße. Die meisten Inspirationen kommen aber aus der Community selbst. Die eigene Befindlichkeit den anderen ohne viele Worte mitteilen? Kein Problem, auf respect.de klappt das auch ohne virtuelles Gezwitscher à la Twitter. Jeder angemeldete Nutzer kann über Schieberegler bekanntgeben, welche Themenfelder ihn oder sie gerade besonders beschäftigen: Kreisen alle Gedankten um Mode und Style? Gibt es Schul- oder Liebeskummer? Oder begeistere ich mich aktuell vor allem für einen Schmöker? Aus den vielen Stimmungsbildern schafft die Website ein gemeinsames Ranking, unter der Überschrift „100 Prozent wir – So tickt die Community heute“.
 
 Und während im Forum Texteinträge aus dem Kreis „Liebe und Sexualität“ durchaus vor Fragen zu „Kunst und Literatur“ oder „Religion und Spiritualität“ rangieren – das tagesaktuelle Stimmungsbarometer kann ganz andere Gewichtungen zeigen. Die „Jugend von Heute“ tickt nicht so eintönig, wie manche Ältere annehmen.
 
 Dass es für Ältere ein Leichtes wäre, sich in der Community als Jugendliche auszugeben und wenig erfahrenen Portalnutzern Persönlichstes zu entlocken – gegen diese Gefahr dürfte kein offenes Community-Konzept gefeit sein. Aber zum Glück gibt es die Macher hinter den Kulissen. Die Redaktion macht in den vorbildlich klaren Spielregeln deutlich, dass man Betrüger, Propagandisten und sonstige dunkle Gestalten nicht duldet. Bei einer Durchsicht der Webseiten fällt schnell auf, dass die Redaktion ihr Handwerk versteht: hier schreiben, filmen, podcasten und fotografieren Jugendliche. Die Jury des Alternativen Medienpreises traut dieser Community zu, einer 14-jährigen Schülerin zu helfen, die nach der Anmeldung in die Shoutbox schreibt: “Neu hier – und keine Ahnung, wie hier alles funktioniert.“ Für ihren unaufdringlichen Einsatz verdient die Redaktion den ersten Preis in der Sparte online – und einen ehrlich gemeinten Zuruf: „Respekt!“ Thorsten Steinhoff
 
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Kategorie Print

Was steckt hinter der Amalgam-Kontroverse?

Kann es das wirklich geben? Da schreibt einer über einen Streit, der seit 175 Jahren tobt. Über ein Thema also, das seit jenem Jahr die Gemüter erhitzt, in dem das britische Empire die Sklaverei abgeschafft hat. Und trotzdem bekommt er im Jahr 2009 einen „Alternativen Medienpreis“? Es geht, wenn der Autor Torsten Engelbrecht und das Thema „Quecksilber im Mund“ heißt. Sein Report „Was steckt hinter der Amalgam-Kontroverse?“, erschienen in der September-Ausgabe 2008 der Zeitschrift „Natur & Heilen“, wird mit dem zweiten Preis ausgezeichnet.
 
 In den naiven Momenten unseres Daseins stellen wir uns das doch so schön vor. Eine Armada idealistischer Mediziner und eine Gruppe menschenfreundlicher Konzerne kämpft Tag und Nacht nur für eines: unser aller Wohl. So scheint das auch beim Amalgam zu sein. Man kriegt eine Zahnfüllung, die auch der zittrigste Alt-Dentist noch so hinbekommt, dass sie beinahe für eine Leben hält. Preisgünstig ist sie obendrein – was allen Beitragszahlern hilft. Aber eigentlich ist uns klar, dass das nicht so ist. Warum sonst würde unser Hausarzt den Blutdruck messen, nachdem wir uns einen Zehennagel eingeklemmt haben? Dann merken wir: Die am Gesundheitswesen Beteiligten wollen tatsächlich unser Bestes – unser Geld.
 
 Torsten Engelbrecht führt den Nachweis für diese unerfreuliche Einschätzung. Wer seinen Report gelesen hat, kommt zur Auffassung, dass den Zahnarztverbänden eine lukrative Nutzung der Amalgam-Patente wichtiger ist, als das gesicherte Wohl ihrer Patienten. Der Leser/die Leserin erfährt, dass sich Ärzte als angeblich unabhängige Gutachter an Studien beteiligen, obwohl sie ziemlich offensichtlich in Interessenskonflikten gegenüber Geldgebern stecken. Als Leser wird man sich auch fragen, wie es überhaupt sein kann, dass ein medizinisches Verfahren erlaubt bleibt, obwohl es daran so viele schlüssige Zweifel gibt.
 
 Zum Träger des „Alternativen Medienpreises“ wird Torsten Engelbrecht aber erst recht, weil in seinem Report auch eine gute Portion Medienkritik steckt. Er zeigt auf, dass selbst die respektiertesten Qualitätszeitungen vorschnell gefällige Schlagzeilen formulieren. Beim Thema Amalgam über eine Studie, deren komplette Ergebnisse noch gar nicht vorliegen. Es sind Fehlleistungen von meinungsbildenden Medien, deren Urteil die schwach besetzten Redaktionen bekanntlich gerne übernehmen.
 
 Unser Preisträger schwimmt überzeugend gegen den Strom. Er stellt die bereits veröffentlichten Berichte und Schlagzeilen in bester journalistischer Manier in Frage und geht in der Recherche seinen eigenen Weg.
 Es müsste demnach ganz in seinem Sinne sein, wenn ich hiermit ausdrücklich feststelle, dass ich nicht weiß, ob Torsten Engelbrecht richtig liegt. Ich müsste alles ja selber nachprüfen. Aber sein Report wirkt durch und durch schlüssig. „Was steckt hinter der Amalgam-Kontroverse?“ hat die gesamte Jury überzeugt. Diese Laudatio halten zu dürfen, war mir eine große Freude. Klaus Schrage
 
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Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen

Fakt ist: Extrem rechte Gruppen haben an Boden gewonnen. Die Autorinnen und Autoren der Broschüre „Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und
 extrem rechten Gruppen“ kommen zu folgendem Resümée: „Heute, im Jahre 2008 müssen wir feststellen, dass neonazistische Gewalttaten stetig zunehmen, die Neonazis sich „neue“ kulturelle Bereich und soziale Räume erobern und darin überaus selbstbewusst auftreten. Demgegenüber sind die Räume für alternative
 nicht rechte Jugendliche vielerorts enger geworden.“
 
 Die vorliegende Publikation hilft, dies nicht einfach hinzunehmen. Auf über vierzig Seiten werden Symbole der extremen Rechte erklärt und kenntnisreich in aktuellen gesellschaftlichen Kontext gesetzt, aber auch ihre historische Herleitung erklärt. Die rechte Szene legt es auf Zuwachs an. Schon jetzt ist der Anteil der Wählerinnen extrem rechter Parteien unter jungen Erwachsenen überproportional hoch. Die Schaffung einer eigenen Lebenswelt, eines besonderen Lifestyles auf der extremen Rechten, einer eigenen Jugendkultur spielt bei der Ausbreitung von rassistischem, nationalistischem und antisemitischem Gedankengut eine besondere Rolle.
 
 Informationen über diesen Lifestyle sind nicht leicht zusammenzutragen. Kein Neonazi stellt sich gerne als Fotomodell für eine antifaschistische Broschüre zur
 Verfügung. Die Autorinnen und Autoren mussten dafür Risiken auf sich nehmen und ihre Freizeit opfern.
 Die in der Broschüre zusammengetragenen Informationen brauchen wir, wenn wir dieser Ausbreitung der rechten Szene entgegenwirken wollen: Wir müssen wissen, wovon wir reden, wenn wir uns mit Jugendlichen Auseinandersetzen, die sich im Umfeld solcher Gruppen aufhalten oder gar dabei sind, von ihnen mit offenen Armen aufgenommen zu werden.
 
 Und wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir es mit keinem festen Symbolkanon zu tun haben. Ständig kommen neue Symbole hinzu, sogar Symbole der Gegenseite werden umgedeutet und vereinnahmt. Die Rechten greifen mit ihren ihren Symbolen auch regionale Besonderheiten auf. Nicht zuletzt darin liegt die Besonderheit der Broschüre, die heute den alternativen Medienpreis im Bereich Print erhält: Nunmehr in der 10. Auflage steht sie für Kontinuität in der Beobachtung und für Kontinuität in der Darstellung der Entwicklungen auf der extremen Rechten.
 
 Um es noch einmal zusammenzufassen: Michael Weiss erhält stellvertretend für die anderen Autorinnen und Autoren der Broschüre „Lifestyle, Symbole und Codes von
 neonazistischen und extrem rechten Gruppen“ heute den Alternativen Medienpreis im Bereich Print. Die Jury zeichnet damit hervorragend recherchierte, informativ und gekonnt dargestellte und kontinuierliche antifaschistische Medienarbeit aus. Damit ist aber auch ein Wunsch für die Zukunft verbunden: Wir wünschen den Autorinnen und Autoren so viel Erfolg mit ihrer Arbeit, dass diese Form des Engagements bald überflüssig wird. Irene Stuiber
 
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Kategorie Video

Ferien im Führerbunker

Gutes Fernsehen und damit heute vor allem auch gute Videoberichte erzählen Geschichten in bewegten Bildern. Ferien im Führerbunker erzählt die Geschichte
 von faktisch zum bundesrepublikanischen Alltag gehörenden „Zeltlagern“, in denen sich junge Menschen in der schulfreien Zeit aufhalten. Die Besonderheit der hier beschriebenen Einrichtungen besteht darin, dass sie von rechtsextremen Jugendorganisationen erdacht und veranstaltet werden, die sich bemühen eine möglichst große Ähnlichkeit von Zeltlagern des „Bund deutscher Mädchen“ und der „Hitlerjugend“ zur Zeit des Nationalsozialismus herzustellen.
 
 Es versteht sich von selbst, dass es einem Fernsehteam praktisch unmöglich ist, dort unter normalen Bedingungen zu „drehen“, denn die Veranstalter scheuen die Öffentlichkeit, weil sie wissen, dass sie den Bereich des Legalen und – so ist zu hoffen – gesellschaftlichen akzeptierten längst verlassen haben. Normale „bewegte Bilder“, wie wir sie aus Magazinsendungen, Dokumentationen und Reportagen kennen, lassen sich bei einem solchen Thema demnach kaum produzieren. Die Filmemacher nutzen deshalb eine Technik, die dem Zuschauer aus anderen journalistischen Formaten bekannt ist: Es wird „technisch minderwertiges“ Material eingesetzt, was beim Zuschauer – so lässt sich vermuten – Akzeptanz findet, ihn sogar eine besondere Authentizität vermuten lässt, da hier offensichtlich investigativ
 gearbeitet wurde.
 
 Den gesellschaftspolitisch Interessierten überrascht die grundsätzliche Existenz von rechtsextremen Jugendzeltlagern nicht mehr, hat man doch immer wieder davon gehört, ebenso von diversen perfiden Nachwuchsanwerbemaßnahmen rechtsradikaler Parteien für Aufmärsche und andere Veranstaltungen, wie sie z.B. direkt vor der Nürnberger Haustür – in Gräfenberg – regelmäßig stattfinden und von den dortigen Bürgern mit großer Ausdauer bekämpft werden. Das überraschende im vorgelegten Beitrag ist zudem, dass Organisatoren der rechtsradikalen Jugendarbeit gezeigt werden, die ansonsten vollkommen unauffällig, gesellschaftlich Akzeptiert aus scheinbar ganz normalen Familien kommen, die mit jedem von uns Tür an Tür wohnen könnten. Fürs Fernsehen grundsätzlich unzureichendes Bildmaterial (detailarm, unscharf und unbewegt) so einzusetzen, dass die Geschichte trotzdem erzählt wird, verlangt ein gutes journalistisches Handwerk: Insbesondere in puncto Text und Bildschnitt, dass bei „Ferien im Führerbunker“ zweifelsfrei Anwendung gefunden hat. Mehr noch, es ist eine Zutat zu erkennen, die im marktabhängigen „Medien-Content“ immer weniger selbstverständlich ist: Herzblut! Das Brennen für ein Thema, das man transportieren will. Die Gefahr ist groß, dass Journalisten hier gegen den
 Friedrichsschen Grundsatz verstoßen, sich mit keiner noch so guten Sache gemein zu machen, sondern immer dabei zu sein und nicht dazu zu gehören.
 
 Aktionen gegen Rechts hochzujubeln ist richtig, aber für Journalisten nicht ausreichend. Rechtsextremismus zu verteufeln ist einfach, saubere Fakten zu liefern, die den Medienrezipienten die Möglichkeit geben, sich selbst ein Urteil zu bilden, wesentlich aufwendiger aber auch effektiver.
 
 Die digitale Videotechnik in Kombination mit den unter dem Schlagwort „Web 2.0“ zusammengefassten Technologien ermöglichen es fast jedem Themen zu behandeln und weltweit zugänglich zu machen. Nur sauberes Handwerk schafft jedoch eine realistische Chance aus der Themenvielfalt heraus Gehör zu finden – ein Videoschnittprogramm kaufen können alle, die 50 Euro zur Verfügung haben, es als journalistisches Werkzeug funktionierend einsetzen vergleichsweise wenige. Besondere Ankerkennung verdienen die Produzenten von Ferien im Führerbunker aber nicht nur für ihr handwerkliches Können, sondern für die Bereitschaft, das Risiko einzugehen, sich mit einem Thema zu beschäftigen, das Gefahren für sie selbst birgt. Wer heute Photos bei einer rechtsextremen Veranstaltung macht und darüber berichtet, kann das Bild seiner selbst, seinen Namen und seine Adresse schnell auf virtuellen „Abschusslisten“ finden, die auf Servern lagern, die nicht einmal von den Schäubles dieser Republik ausfindig und unschädlich zu machen sind. Danke für den Mut, das Können und die Leidenschaft ein wichtiges Thema zu einem medialen Thema zu machen und herzlichen Glückwunsch zum Preis! Malte Burdekat
 
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Manchmal bin ich sogar glücklich

Gewinnerin der Sparte Video ist Margit Pabst mit ihrem Video über Elisabeth Fink, genannt Lisa. Lisa ist seit 27 Jahren querschnittsgelähmt und an den Rollstuhl gebunden. Margit Pabst zeichnet einen Tag auf aus dem Leben von Lisa – vom Aufstehen morgens bis zum Einschlafen am Abend. Erzählt wird die Geschichte von Lisa selbst, die in einem Interview aus ihrem Alltag berichtet, von ihren Wünschen erzählt und zugibt 'manchmal bin ich sogar glücklich'. Mir im Gedächtnis geblieben ist die Szene beim Einkaufen, als Lisa die Eier aus dem höchsten Regal holt. Es ist ein spannender Balanceakt.
 
 Der Film gibt mir die Gelegenheit, so etwas einmal anzusehen ohne sofort helfen wollen zu müssen oder in den Verdacht zu geraten, eine behinderte Frau anzugaffen. Ein Einblick in das Leben. Das finde ich gut. Der Film schafft den Balanceakt, ein anrührendes Thema zu vermitteln ohne rührselig zu werden und ohne eine kalte Gesellschaft anzuprangern. So etwas erleichtert es, sich dem Thema Behinderung und der Protagonistin behutsam zu nähern. Der Zuschauer kann sich informieren, ohne sich seiner Neugier zu schämen, ohne belehrt zu werden und ohne Mitleid zu empfinden. Er darf verstehen, lernen und kennen lernen.
 
 Ich würde mir wünschen, dass Margit Pabst einen Teil des Preisgelds in Technik steckt – vielleicht eine gute Leuchte, um ihren Filmen mit gezieltem Licht noch bessere Stimmung zu verleihen. Denn inhaltlich ist dieser Film, auch dank des guten Schnitts, ein würdiger Preisträger.
 Herzlichen Glückwunsch. Martin Goldmann
 
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Interviews

Glorie statt Glanz (ein Interview mit Peter Lokk)

Vor zehn Jahren hat Peter Lokk den Alternativen Medienpreis mitbegründet. Im Interview spricht er über Wege abseits des Mainstreams.

„Was heute noch alternativ ist, kann morgen schon etabliert und kommerziell sein.“ Herr Lokk, dieses Zitat stammt von Ihnen. Befürchten Sie einen solchen Effekt auch für den Alternativen Medienpreis?
 Ganz im Gegenteil: Ich hoffe es! Denn Alternative Themen sind ja schon sehr lange in die klassischen Medien eingegangen. Zwar nicht ganz in der Form, wie wir uns es früher vorgestellt haben, aber die alternativen Medien haben die traditionellen maßgeblich verändert.
 
 Seit zehn Jahren gibt es den Alternativen Medienpreis inzwischen. Wie kam die Idee?
 1999 wollten Kiki Schmidt und ich einen Preis ins Leben rufen, der Medienmacher auszeichnet, die sich an neue Formate und kritische Ideen heran wagen. Sicherlich gibt es Preise, die größer und greller und mit mehr Pomp ausgestattet sind, aber darum ging und geht es uns nicht. Vielmehr sollen Beiträge abseits des Mainstreams vorgestellt werden.
 
 Teilnahmebedingung ist, dass die Beiträge bereits veröffentlicht wurden. Sie mussten also die „herkömmlichen“ Medien bereits passiert haben. Widerspricht sich das nicht?
 Nein, denn ein herkömmliches Medium muss es ja nicht sein. Es gibt viele Möglichkeiten, um Texte unter die Menschen zu bringen. Die Auflage ist es nicht, die zählt. Wir achten auf die Idee, die Verarbeitung und die kreative Umsetzung – und natürlich auch sehr stark auf das Thema.
 
 Ihren Themenschwerpunkt legen Sie mitunter auf den Bereich Nationalsozialismus. Warum?
 Der Nationalsozialismus ist zwar präsent in den Medien, aber in der Regel etwas eingeschränkt in der Blickrichtung. Uns interessiert es, unterbliebene Informationen zu verbreiten. Aber wir sind auch anderen Themen gegenüber grundsätzlich neugierig.
 
 Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
 Dass es weiterhin in dem Maße kritischen und unabhängigen Journalismus gibt, dass es sich lohnt, einen alternativen Medienpreis zu veranstalten.
 
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Frau der ersten Jahre (ein Interview mit Kiki Schmidt)

Kiki Schmidt hat vor zehn Jahren den Alternativen Medienpreis mitbegründet. Im Interview spricht sie über Anfang und Entwicklung.

Woher stammt der Gedanke?
 
 Die Initiative ging von Radio Z, einem der freien Sender in Nürnberg mit sehr buntem Programm, aus. Zwar gab es Medienpreise, jedoch keine im Bereich des Nichtkommerziellen. Wir wollten Kreative honorieren, deren Arbeit sich außerhalb der breiten Öffentlichkeit abspielte und die eigentlich keinen Oscar gewinnen würden.
 
 Wie groß war die Resonanz?
 
 Wir sind nicht gerade überrannt worden. Aber es gab im ersten Jahr schon an die 30 Einsendungen.
 
 Wie hat sich der Alternative Medienpreis weiterentwickelt?
 
 Totgeglaubte leben länger. Es ist eine kleine Erfolgsgeschichte. Es freut einen, etwas angestoßen zu haben, das den Leuten etwas bringt. Als Frau der ersten Jahre habe ich die Preisverleihungen öfter moderiert und bin auch in der Jury gesessen. Zunächst galten die Preise Hörfunkbeiträgen. Später kamen als Sparten noch Print und Video hinzu. Dem Engagement der Journalistenakademie ist es zu verdanken, dass es erstmalig Nominierungen für Onlineauftritte gab. Die Grundidee allerdings ist während der gesamten Zeit erhalten geblieben.
 
 Bei der Ausschreibung ist das Themenfeld klar abgesteckt: Nationalsozialismus und Frauen in den Medien sind einige Beispiele dafür. Wäre es an der Zeit, diesen Fokus zu erweitern?
 
 Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Daher appelliere ich an die Koordinatoren, sich immer nach aktuellen Gesellschaftsthemen umzusehen, die zu kurz kommen. Ich denke da an Kinderarmut, Bürger mit Migrationshintergrund und an den interkulturellen Austausch.
 
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Kontakt:
Peter Lokk
Stiftung
Journalistenakademie Dr. Hooffacker
GmbH & Co. KG
Arnulfstr. 111-113
80634 München
Telefon:
+49 89 1675106
Telefax:
+49 89 131406

E-Mail: info@journalistenakademie.de

Weitere Informationen finden Sie unter: www.journalistenakademie.de
www.alternativer-medienpreis.de