Graphik des alternativen medienpreises

Digitale Pressemappe

Alternativer Medienpreis feiert Jubiläum

Geschichte, Ziele, Einzelheiten

Zum zehnten Mal wird am 8. Mai 2009 in Nürnberg der Alternative Medienpreis verliehen. Ins Leben gerufen wurde der Preis von Kiki Schmidt und Peter Lokk. Ausgezeichnet werden engagierte und kreative Medienschaffende, die neue Wege aufzeigen und damit eine alternative Öffentlichkeit schaffen. Der Alternative Medienpreis will einen Beitrag dazu leisten, die kritische und demokratische Kultur in Deutschland zu festigen. „Außergewöhnlich, andere Wege als der Mainstream nutzend, engagiert, kritisch, nicht populistisch”: Mit diesen Worten beschreibt Peter Lokk den Begriff alternativ.
 
 Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Beiträge zum einen auf der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte des Dritten Reiches und der Neuen Rechten. Zum anderen werden feministische Themen aufgegriffen, insbesondere dann, wenn Frauen sich kreativ mit den neuen Medien auseinandersetzen. Besonderes Augenmerk wird auf crossmediale Beiträge gelegt. Das sind Kombinationen verschiedener Genres, die die klassischen Formen der Presse-, Hörfunk-, Fernseh- und Internetbeiträge bereichern.
 
 Den Alternativen Medienpreis 2009 organisiert die Nürnberger Medienakademie e.V. gemeinsam mit dem Kulturreferat der Stadt Nürnberg, der Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG, dem MedienCampus Bayern e.V., Kommunikation und Neue Medien e.V. und der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju). Der Wettbewerb wird unterstützt vom Bündnis 90/Die Grünen, von Christine Stahl MdL, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der GL Grünen Liste Erlangen, Radio Z, dem Verlag Nürnberger Presse, dem Verlag Testimon und weiteren Unterstützern.
 

Interview

Glorie statt Glanz (ein Interview mit Peter Lokk)

Vor zehn Jahren hat Peter Lokk den Alternativen Medienpreis mitbegründet. Im Interview spricht er über Wege abseits des Mainstreams.
 
 'Was heute noch alternativ ist, kann morgen schon etabliert und kommerziell sein.' Herr Lokk, dieses Zitat stammt von Ihnen. Befürchten Sie einen solchen Effekt auch für den Alternativen Medienpreis?
 Ganz im Gegenteil: Ich hoffe es! Denn Alternative Themen sind ja schon sehr lange in die klassischen Medien eingegangen. Zwar nicht ganz in der Form, wie wir uns es früher vorgestellt haben, aber die alternativen Medien haben die traditionellen maßgeblich verändert.
 
 Seit zehn Jahren gibt es den Alternativen Medienpreis inzwischen. Wie kam die Idee?
 1999 wollten Kiki Schmidt und ich einen Preis ins Leben rufen, der Medienmacher auszeichnet, die sich an neue Formate und kritische Ideen heran wagen. Sicherlich gibt es Preise, die größer und greller und mit mehr Pomp ausgestattet sind, aber darum ging und geht es uns nicht. Vielmehr sollen Beiträge abseits des Mainstreams vorgestellt werden.
 
 Teilnahmebedingung ist, dass die Beiträge bereits veröffentlicht wurden. Sie mussten also die 'herkömmlichen' Medien bereits passiert haben. Widerspricht sich das nicht?
 Nein, denn ein herkömmliches Medium muss es ja nicht sein. Es gibt viele Möglichkeiten, um Texte unter die Menschen zu bringen. Die Auflage ist es nicht, die zählt. Wir achten auf die Idee, die Verarbeitung und die kreative Umsetzung – und natürlich auch sehr stark auf das Thema.
 
 Ihren Themenschwerpunkt legen Sie mitunter auf den Bereich Nationalsozialismus. Warum?
 Der Nationalsozialismus ist zwar präsent in den Medien, aber in der Regel etwas eingeschränkt in der Blickrichtung. Uns interessiert es, unterbliebene Informationen zu verbreiten. Aber wir sind auch anderen Themen gegenüber grundsätzlich neugierig.
 
 Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
 Dass es weiterhin in dem Maße kritischen und unabhängigen Journalismus gibt, dass es sich lohnt, einen alternativen Medienpreis zu veranstalten.
 

Kontakt:
Peter Lokk
Stiftung
Journalistenakademie Dr. Hooffacker
GmbH & Co. KG
Arnulfstr. 111-113
80634 München
Telefon:
+49 89 1675106
Telefax:
+49 89 131406

E-Mail: info@journalistenakademie.de

Weitere Informationen finden Sie unter: www.journalistenakademie.de
www.alternativer-medienpreis.de