Graphik des alternativen medienpreises

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Alternativer Medienpreis 2009 - Laudatio Video: Manchmal bin ich sogar glücklich

Gewinnerin der Sparte Video ist Margit Pabst mit ihrem Video über Elisabeth Fink, genannt Lisa. Lisa ist seit 27 Jahren querschnittsgelähmt und an den Rollstuhl gebunden. Margit Pabst zeichnet einen Tag auf aus dem Leben von Lisa - vom Aufstehen morgens bis zum Einschlafen am Abend. Erzählt wird die Geschichte von Lisa selbst, die in einem Interview aus ihrem Alltag berichtet, von ihren Wünschen erzählt und zugibt 'manchmal bin ich sogar glücklich'. Mir im Gedächtnis geblieben ist die Szene beim Einkaufen, als Lisa die Eier aus dem höchsten Regal holt. Es ist ein spannender Balanceakt. Der Film gibt mir die Gelegenheit, so etwas einmal anzusehen ohne sofort helfen wollen zu müssen oder in den Verdacht zu geraten, eine behinderte Frau anzugaffen. Ein Einblick in das Leben. Das finde ich gut.
 
 Der Film schafft den Balanceakt, ein anrührendes Thema zu vermitteln ohne rührselig zu werden und ohne eine kalte Gesellschaft anzuprangern. So etwas erleichtert es, sich dem Thema Behinderung und der Protagonistin behutsam zu nähern. Der Zuschauer kann sich informieren, ohne sich seiner Neugier zu schämen, ohne belehrt zu werden und ohne Mitleid zu empfinden. Er darf verstehen, lernen und kennen lernen. Ich würde mir wünschen, dass Margit Pabst einen Teil des Preisgelds in Technik steckt - vielleicht eine gute Leuchte, um ihren Filmen mit gezieltem Licht noch bessere Stimmung zu verleihen.
 
 Denn inhaltlich ist dieser Film, auch dank des guten Schnitts, ein würdiger Preisträger. Herzlichen Glückwunsch.
 
 Martin Goldmann
 
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