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Interview zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung

Willi Frings, Diplompsychologe

Was unterscheidet das Beratungsangebot des ebz von anderen Institutionen?
 
 Was hier ganz einmalig ist, aber nichts mit der konfessionellen Ausrichtung zu tun hat, ist, dass so viele verschiedene Abteilungen in einem Haus zusammengefasst sind. Hier ist es möglich, jemanden von einem anderen Beratungsbereich hinzuzuziehen, um ein Problem zu lösen oder sich mit Kollegen aus anderen Bereichen zu beraten. „Wie seht Ihr das? Was ist in diesem Fall am Besten zu tun?“ Das ist etwas, das es nur im ebz gibt. Wenn jemand in unsere Beratungsstelle kommt, hat er immer die Möglichkeit, spirituelle Aspekte anzusprechen, die über das Psychologische hinausgehen. Aber das kommt immer nur dann zu tragen, wenn die Klienten das auch wollen. Es ist auch so, dass alle Menschen zu uns kommen können, egal welcher Konfession sie angehören, egal welche Lebensweise sie leben.
 
 Hat sich die Beratung in den letzten Jahren verändert? Können Sie Trends ausmachen?
 
 Ein Trend ist, dass die Klienten kränker sind als früher. Heute gibt es Paarkonflikte, aber häufig auch Suchtprobleme und andere psychische Erkrankungen. Die Leute die zu uns kommen, sind heute schwerer belastet.
 
 Glauben Sie, die Klienten zögern heute länger, bis Sie zu Ihnen kommen oder sind die Zeiten grundsätzlich schwieriger geworden?
 
 Die Zeiten sind schwieriger geworden. Neulich habe ich gelesen, dass die Krankenstände gegenwärtig so niedrig sind wie schon lange nicht mehr. Meine Beobachtung ist, dass es sich mit der Beratung ähnlich verhält: Die Paare suchen erst Hilfe in der Beratungsstelle, wenn die Situation richtig schlimm geworden ist. Aber ich kann nicht sagen, das sei ein von Studien gestützter Trend.
 
 Können Sie sich an einen besonders schönen und bewegenden Moment in Ihrer Arbeit erinnern?
 
 Besonders zu Herzen gehen mir die Kinderfotos, die mir geschickt werden. Vor allem von Paaren, die sich zunächst über ihren Kinderwunsch nicht einigen konnten. Es ist schön, wenn man sie begleitet und irgendwann ein Foto erhält: „Das ist Jan kurz nach der Geburt.“. Oder wenn ich eine Zeitlang mit einem Paar mit gelitten habe und dann sieht es plötzlich einen gemeinsamen Weg. Das ist schön und bewegend.
 
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