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München fährt auf Dackel ab

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Einmal Dackel – immer Dackel

Interview mit Klaus Eisler (im Foto mit Ronja vom Jurahang), Vorstand des Bayerischen Dachshundklubs (BDK)

Herr Eisler, wie sind Sie denn auf den Dackel gekommen?

Das war 1982 und reiner Zufall. Wir hatten bei einem Familienausflug einen Hinweis auf eine Hundeausstellung gesehen. Es stellte sich heraus, dass die Hundeausstellung eine Welpenvermittlungsstation in einer riesigen Scheune war. Gerade als wir empört abfahren wollten, purzelte mir ein Langhaardackelchen vor die Füße. Das kleine Geschöpf tat uns so leid, dass wir uns spontan entschlossen, den Welpen mitzunehmen.
 Mit der damals zehn Monate alten Xanta vom Gsteinet sind wir also auf unseren ersten Dackel gekommen. Xanta war so ein liebenswerter, einfühlsamer und gelehriger Familienhund, dass wir nach ihrem Tod
 1995 bei den Dackeln geblieben sind. Einmal Dackel – immer Dackel,
 heißt es ja!
 

Ein Dackel hat seinen eigenen Kopf. Stimmt das?

Der eigene Kopf ist ein besonders interessantes Merkmal unserer Dackel. Diesen eigenen Kopf für sich zu gewinnen, das ist eine herausfordernde Aufgabe für den Dackelbesitzer. Mit einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen und liebevoller Zuwendung lässt sich jeder Dackel zu einem gehorsamen Familienhund und Begleiter auf der Jagd erziehen. Wichtig ist dabei, ihm geduldig und konsequent zu vermitteln, was man von ihm erwartet und ihm verständliche präzise Weisungen zu geben. Dabei sollte man immer die Persönlichkeit des Hundes beachten. Ein unaufgeregtes, ausgeglichenes und ruhiges Auftreten des Hundebesitzers führt meist zu dem gewünschten Erfolg.

Sie engagieren sich seit langem im Bayerischen Dachshundklub. Warum?

1986 hatten wir auf einer Dackelzuchtschau in Rehling den Bayerischen Dachshundklub und seine Sektion Augsburg kennengelernt. Wir waren begeistert vom ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder. Deshalb ließen wir uns in den Verein aufnehmen. Und wer bereit ist, sich in einem Verein zu engagieren, kommt selbst schnell an ehrenamtliche Aufgaben. Ich sehe in diesem ehrenamtlichen Engagement eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, denn nur ein gut organisiertes Vereinsleben sorgt für eine nachhaltige und überlegte Dackelzucht. Das ist schließlich die Kernaufgabe eines Rassehundzuchtvereins.

Es hieß mal, der Dackel stirbt in München aus? Stimmt das?

Nein, die Aussage ist irreführend. In unserer Gesellschaft ist heute weniger Platz für Hunde. In den großen Kommunen verschwinden immer mehr Grünflächen zum Gassi-Gehen und Austoben und das Problem Hundekot wird für die Hundebesitzer zum diskriminierenden Thema. Dabei sind es nur ein paar „schwarze Schafe“, die aus Bequemlichkeit ihre Pflicht missachten, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde wegzuräumen. Tatsache ist aber, dass es bei fast allen Hunderassen einen Rückgang gibt, außer bei den jeweiligen Modehunden. Waren vor einiger Zeit Irish Setter und Cockerspaniel die Favoriten, so ist es heute der Golden Retriever.

In München gibt es einen Dackelstammtisch. Wer kommt da hin und wie läuft so ein Stammtisch ab?

Da wir seit 2006 keine eigene Sektion München des Dachshundklubs mehr haben, bemühen wir uns, die Mitglieder in München und Umgebung wieder zusammenzuführen. Das läuft momentan über den Dackelfreundestammtisch. Dazu sind nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch Dackelbesitzer/innen, die noch nicht dem Dachshundklub angehören, eingeladen.

Wen wollen Sie mit dem Stammtisch erreichen?

Der Stammtisch ist eine Gelegenheit, zusammenzukommen, sich kennenzulernen und sich auszutauschen, gemeinsam mit den Dackeln etwas zu unternehmen und sich sinnvoll mit ihnen zu beschäftigen. Es ist auch denkbar, dass in Zukunft ein Programm aus Vorträgen, Zuchtschauen, Wanderungen und Hundeführer- und Hundeausbildungslehrgängen angeboten wird. Natürlich wollen wir auch andere Dackelbesitzer auf unseren Rassehundzuchtverein aufmerksam machen und sie für eine Mitgliedschaft und für ehrenamtliches Engagement gewinnen. Der Dackelfreundestammtisch findet jeden ersten Freitag im Monat um 19 Uhr statt. Unser Vereinslokal ist das Gasthaus „Neuwirt“, Münchener Straße 10 in Garching bei München.

Was planen Sie noch für die Münchner Dackelfreunde?

Konkret: Am 20. März wollen wir eine Wanderung mit unseren Dackeln und Dackelfreunden im Englischen Garten in München unternehmen. Danach gibt es ein gemütliches Beisammensein in einem nahegelegenen Gasthaus. Treffpunkt ist der Parkplatz des Gasthauses „Aumeister“, Sondermeier-Straße 1, 80805 München, Beginn: 10 Uhr.
 Außerdem planen wir für Hundeführer/innen, die an einem gehorsamen Dackel interessiert sind, einen mehrwöchigen Begleithundelehrgang mit abschließender Begleithundeprüfung. Eine Zuchtschau und Vortragsveranstaltungen sind weitere Überlegungen für ein abwechslungsreiches Programmangebot noch in diesem Jahr. Voraussetzung ist natürlich, dass sich genügend Dackelfreunde für die Organisation, Vorbereitung und Durchführung zur Verfügung stellen.
 

An wen können sich Interessierte wenden?

Klaus Eisler, Siedlung 12 / Schönleiten, 86574 Petersdorf
 Tel.: 08237/1396, Fax: 08237/952176, eMail: Klaus_Eisler@t-online.de
 

Zur Person

Klaus Eisler (Jahrgang 1942) engagiert sich seit 1987 ehrenamtlich für Dackel, zunächst im Vorstand der Sektion Augsburg vom Bayerischen Dachshundklub, später im Landesverband. Er ist zuständig für die Mitgliederbetreuung, Klubverwaltung und Kluborganisation, für Zuchtschauen, Ausstellungen und Öffentlichkeitsarbeit. Er ist Begleithunde- und Jagddackelausbilder sowie Verbandsprüfungsrichter für Jagddackel. Ronja ist der dritte Dackel in der Familie Eisler.