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Maxim ist Kultur für Neuhausen

Interview mit Ingeborg Staudenmeyer, Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg

Ingeborg Staudenmeyer

Ingeborg Staudenmeyer

Frau Staudenmeyer, Ihr Name steht für soziales Engagement und Förderung kultureller Einrichtungen in Neuhausen-Nymphenburg. Was macht das Maxim-Kino für den Stadtteil so wichtig und erhaltenswert?

Für Neuhausen-Nymphenburg ist es wichtig, dass dieses alte Kino mit Tradition erhalten bleibt. Es ist das letzte Kino von ursprünglich elf alten Kinos im Stadtteil. Diesen Charme der 50er oder 60er Jahre findet man sonst nirgends mehr. Da wir das Glück haben, dass sich das Maxim in unserem Stadtteil befindet, will ich gern dazu beitragen, dass uns das Kino noch möglichst lange erhalten bleibt.

In zwei Jahren feiert das Maxim 100-jähriges Bestehen. Gibt es schon konkrete Pläne zur Unterstützung des Kinos?

Denkbar wäre beispielsweise, dass wir eine Stadtteilwoche zusammen mit der Journalistenakademie, der Geschichtswerkstatt und dem Kino veranstalten, bei der jeder von uns seinen Teil beiträgt. Für ein genaues Programm ist es jetzt noch zu früh.

Wie konkret ist die Kooperation mit der Journalistenakademie?

Zusammen mit der Journalistenakademie haben wir verschiedene Möglichkeiten angedacht. Das könnten zum Beispiel Stuhlpatenschaften für die Kinostühle sein. Man könnte auch mit den Geschäftsleuten vor Ort sprechen, ob sie sich als Sponsoren für die Restaurierung von Kinostühlen einbringen wollen. Das wäre doch ein schönes Ziel, dass bis zur 100-Jahrfeier alle Stühle restauriert sind.

Sie haben ja schon in anderer Form das Kino unterstützt?

Ja. Wir hatten von einem aufmerksamen Neuhauser einen Hinweis bekommen, dass eine Unterstützung des Maxims sinnvoll sei. Daraufhin haben wir einige Filmmieten für besondere Projekte übernommen.

Geht es Ihnen rein um den Erhalt?

Es geht nicht nur um den Erhalt des historischen Kinos, sondern auch um kulturelle Aspekte. Das Kino zeigt anspruchsvolle Filme, die ein kulturell interessiertes Publikum ansprechen. Dadurch hebt es sich deutlich von vielen anderen Kinos ab. Das bedeutet aber auch weniger Einnahmen.

Kann denn das Programm des Kinos die Stadtteilkultur bereichern?

Das Problem sind weniger die ausgewählten Filme. Vielmehr ist das anspruchsvolle Programm bei zu wenigen Neuhausern bekannt. Und es fehlt das Bewusstsein: „Wir haben in unserem Stadtteil ein Kino!“ Zusammen wollen wir daran arbeiten, dass diese Botschaft in die Köpfe kommt.

Welche Rolle könnte das Kino als Teil der Stadtteilkultur übernehmen?

Es ist heute schon eine Art kultureller Treffpunkt. Herr Daiber stellt im Maxim Bilder von Neuhauser Künstlern aus. Das Kino schläft momentan einen Dornröschenschlaf. Je bekannter wir das Maxim machen, desto mehr Leute haben wir auf unserer Seite. Hilfreich wäre, wenn wir den Stadtrat oder das Kulturreferat dafür gewinnen könnten.

Was wäre für Sie alles an Projekten mit dem Maxim vorstellbar?

So etwas muss sich entwickeln. Zum Einstieg könnte ich mir eine Reihe von Nachmittags-Filmen für Kinder vorstellen. Dabei wäre eine Verknüpfung mit den Schulen und Kindergärten wichtig. Vielleicht kann man auch mit einem Förderverein etwas erreichen. Wichtig ist eine Initialzündung, die dem Kino zu mehr Öffentlichkeit und Bekanntheit verhilft.

Wie könnte die Kooperation des Bezirksausschusses mit der Journalistenakademie und der Geschichtswerkstatt aussehen?

Wir können zusammen mit der Journalistenakademie und der Geschichtswerkstatt Veranstaltungen im Kino initiieren, die dem Kino mehr Einnahmen bringen. Wenn man Veranstaltungen für Schulkinder macht, dann kommen auch die Eltern. Die Kinder sind Türöffner für Vieles. Vorstellbar wäre, dass wir die Miete für einen Film zahlen und ihn dann den örtlichen Kindergärten oder Grundschulen anbieten. Wir können als Ideengeber fungieren und darüber hinaus schon jetzt mit den Planungen für die 100-Jahrfeier beginnen.

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsfilm?

Ich habe keinen. Leider habe ich nur selten die Zeit, ins Kino zu gehen. Der letzte Film, den ich gesehen habe, war der Film „Dinosaurier“. Zufällig startet die Journalistenakademie nun ihre geplante Filmreihe mit der Originalversion von 1974.