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Interview mit Michael Niggel

Sozialpädagoge bei pro familia München

1. Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am sexualpädagogischen Ansatz von pro familia?

pro familia geht stets von der Selbstbestimmtheit der Kinder und Jugendlichen aus. Sexualpädagogisches Handeln von pro familia beinhaltet immer, gegen jede Form von sexueller Unterdrückung und Diskriminierung klar Stellung zu beziehen. Und: Sexualpädagogik tritt immer für die Akzeptanz unterschiedlicher sexueller und partnerschaftlicher Lebensweisen ein. pro familia ist ein seit über fünfzig Jahren anerkannter Fachverband, der wichtige Standards und Inhalte für sexualpädagogisches Handeln entwickelt und umsetzt.

2. Einen sicheren Umgang mit sich und anderen zu entwickeln – wie geht das?

Es ist wichtig, Jugendliche zunächst mit ihren Erfahrungen, Wünschen, Fragen und Ängsten anzunehmen. Ein wesentliches Element von Prävention ist es aber, Sexualität nicht nur als Gefahrenquelle zu benennen, sondern als positive Lebenskraft darzustellen. Nur so können Jugendliche lernen, die eigenen Grenzen und die anderer zu erkennen und zu wahren.

3. Wo stoßen Sie in der Präventionsarbeit an Grenzen?

Es geht darum, die Spannung zwischen Risiko und Schutz zu erkennen und auch auszuhalten; denn eine Gesellschaft, in der eine klare Position gegen jegliche Form sexualisierter Gewalt viel zu selten bezogen wird, erschwert den sensiblen Umgang mit der Problematik und somit jede Prävention. Präventionsarbeit allein kann nie erfolgreich sein, sie ist immer auf die Hilfe und Unterstützung anderer gesellschaftlicher Institutionen angewiesen.