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Interview mit Sigrid Binder

Rektorin Grundschule an der Markgrafenstraße in München

1. Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Angebot von pro familia in Ihrer Schule gemacht?

Die pro familia-Teams kommen seit sechs Jahren in unsere vierten Klassen. Indem der Lernbereich zur Sexualerziehung von Fachleuten außerhalb der Schule erarbeitet wird, können die Mädchen und Jungen unbefangen über Themen sprechen, die sie bewegen, sich aber nie trauen würden, ihre Lehrerin zu fragen. Diese könnte das ja eventuell den Eltern weitererzählen. So bietet das pro familia-Team aus einem Mann und einer Frau in den Gesprächskreisen einen geschützten Raum und bietet Sicherheit.
 Ein schöner Effekt, der nach den vier pro familia-Einheiten in jedem Schuljahr festzustellen ist: Die Kinder kennen nun die Bedeutung umgangssprachlicher Bezeichnungen und Schimpfwörter im Bereich der Sexualität und setzen diese kaum noch ein. Wissen verpflichtet also auch.
 

2. Aus Ihrer Sicht: Inwieweit kann pro familia Lehrkräfte bei der Präventionsarbeit unterstützen?

Gute präventive Arbeit muss unsere Zielsetzung sein, wollen wir Kinder vor Übergriffen schützen. Unwissende Kinder sind gefährdete Kinder. Und so ist es uns ein Anliegen, beim Thema Sexualerziehung möglichst viel fachliche Kompetenz zusammenzuführen, um Kinder zu stärken und Nachhaltigkeit zu erreichen. Die Lehrkraft alleine kann niemals so interessenbezogen in das Thema einsteigen wie dies durch externe Fachleute geschehen kann: in kleineren Gruppen, der eigenen Persönlichkeitsentwicklung angepasst.

3. Wie ist die Resonanz bei den Eltern?

Die Elternvertreter waren im ersten Jahr in der Mehrzahl gegen die Übertragung der Aufgabe an pro familia. Als Schulleiterin musste ich hier intensive Überzeugungsarbeit leisten. Im zweiten Jahr gab es noch einmal eine hitzige Diskussion im Elternbeirat. Die Elternvertreter der Viertklasskinder brachten dabei ihre positiven Erfahrungen ein und konnten damit die anderen Eltern überzeugen. Seitdem wird diese Unterstützung unserer pädagogischen Arbeit von Seiten der Eltern durchwegs begrüßt. Alle Kinder nehmen auch am Unterricht teil.