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Münchener Nacht des Menschenrechts-Films

Pressemitteilung
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Der Menschenrechtsfilmpreis
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Pater Eric Englert
 1951 in Veitshöchheim geboren, trat Eric Englert im Alter von 19 Jahren in den Augustinerorden ein. 1991 wurde er zum Provinzial der deutschen Augustinerprovinz gewählt. Seit 2004 leitet Englert missio in München, das päpstliche Missionswerk der Katholischen Kirche im Bereich der Bayerischen Bischofskonferenz. Während seiner Amtszeit haben die beiden deutschen missio-Standorte in Aachen und München einen Kooperationsprozess initiiert, um das Werk bundesweit stärker zu positionieren.
 
 
 
 
 
 

Welcher ist Ihr Lieblings-Menschenrechtsfilm?
 
 Da fällt mir spontan „Von Menschen und Göttern“ ein. Dieser Film von Xavier Beauvois, den ich an Weihnachten im Kino gesehen habe, hat mich sehr bewegt. Dies nicht nur wegen der Mönche, ihrer Entwicklung in der lebensbedrohlichen Situation und ihres grausamen Todes, sondern auch wegen des Leids der Bevölkerung, die zwischen den Mühlsteinen der Armee und der Rebellen zerrieben wurde. Beeindruckend auch das friedliche Zusammenleben der Mönche und der muslimischen Bevölkerung.
 
 Was kann eine Auszeichnung wie der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis bewirken?
 
 Der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis kann für das Thema sensibilisieren und die Öffentlichkeit auf eklatante Verletzungen der Menschenrechte aufmerksam machen. Wünschenswert, ja notwendig wäre es, dass die Politik die Augen mehr öffnet und sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzt.
 
 Welcher filmische Moment aus dem Kreis der diesjährigen Gewinner bleibt Ihnen besonders in Erinnerung?
 
 Alle prämierten Beiträge, die ich gesehen habe, gehen unter die Haut. Besonders beschämend finde ich aber, wie in Deutschland mit den Roma umgegangen wird. Junge Menschen, die in Deutschland geboren wurden und hier jahrzehntelang gelebt haben, werden in den Kosovo abgeschoben, wo sie unter unwürdigsten Bedingungen leben müssen, ohne jede Perspektive. Die persönlichen Stellungnahmen der Betroffenen in „Reise ohne Rückkehr“, das schmerzt ungemein.