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Münchener Nacht des Menschenrechts-Films

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Der Menschenrechtsfilmpreis
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Ralph Marthaler
 
 1964 in Landau in der Pfalz geboren, studiert Ralph Marthaler zunächst Jura in Heidelberg und München, bevor er sich für den Medienbereich entscheidet. Er nimmt ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film, Abteilung Dokumentarfilm in München auf und absolviert parallel eine journalistische Ausbildung am ifp, dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses. Ab 1990 ist er als Studioassistent beim Bayerischen Fernsehen Unterföhring tätig. Seit 1997 arbeitet er bei den Landesmediendiensten Bayern e.V. München. Im Jahr 2000 wird Marthaler Leiter der Medienstelle München. Darüber hinaus referiert er für die Politische Akademie Tutzing, die Evangelische Akademie Tutzing und die Hochschule für Philosophie München. Außerdem ist Ralph Marthaler ständiges Kommissionsmitglied für den Arbeitskreis Filmbildung (AKF) und den Empfehlungsausschuss Medien (EAM).
 

Herr Marthaler, was kann ein Film idealer Weise im Hinblick auf Menschenrechte bewirken?
 
 Jeder Film trägt eine Botschaft. Angekommen ist diese Botschaft, wenn der Zuschauer anders aus dem Film herausgeht als er hineingegangen ist. Das kann auch nur darin bestehen, dass Fragen und Zweifel aufgeworfen werden. Die Antworten hierauf sind nicht so wichtig, wichtig ist das darüber Nachdenken. Ein Film allein kann nicht viel bewirken, aber viele Filme schon.
 
 Sie selbst haben langjährige Erfahrungen im Filmgeschäft. Inwiefern hat sich das Thema Menschenrechte im Film verändert?
 
 Ich kann keine Veränderung feststellen. Menschenrechte waren immer schon Thema im Film. In den letzten Jahren sind zum Beispiel, scheinbar erst durch die Globalisierung, bedingte Menschenrechtsverletzungen häufiger ein Thema. Diese Art von Verletzungen, also beispielsweise Kinderarbeit oder Arbeitsbedingungen, waren aber schon ein Filmthema, lange bevor es den Begriff „Globalisierung“ gab. Klassiker des Dokumentar- und Spielfilms beschäftigten sich schon vor Jahrzehnten mit diesem Thema.
 
 Welche Themen liegen Ihnen für künftige Filmprojekte besonders am Herzen?
 
 Menschenrechtsverletzungen bei uns, vor unserer Haustür!