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Münchener Nacht des Menschenrechts-Films

Pressemitteilung
Ablauf
Gesprächspartner
Der Menschenrechtsfilmpreis
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Sabine Schwab
 Sabine Schwab studierte Betriebswirtschaftslehre in Osnabrück. Anschließend konzipierte und realisierte sie als Projektleiterin auf Agenturseite zahlreiche CSR-Projekte für nationale und internationale Unternehmen. Bei missio ist sie verantwortlich für Kooperationen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Haben Sie bei der diesjährigen Auswahl an Filmen einen Favoriten und wenn ja, was zeichnet diesen aus?
 
 Ein wirklich herausragender Beitrag ist „Iran Elections 2009“ der die friedlichen Protestaktionen junger Iraner und Iranerinnen aufgrund des Wahlbetruges im Juni 2009 dokumentiert. Diese werden in einer unfassbaren Brutalität niedergeschlagen. Hunderte von jungen Iranern bezeugen die Geschehnisse im eigenen Land anhand tatsächlich existierender Blog-, Facebook-, Youtube- und Twitter-Beiträge, Dadurch wollen sie ihre Erfahrungen mit der Welt teilen. Bis heute werden im Iran friedliche Demonstranten und Demonstrantinnen verhaftet, gefoltert, vergewaltigt und hingerichtet. „Iran Elections 2009' leistet einen Beitrag, damit über diese Menschenrechtsverletzungen gesprochen wird und sie nicht in der Weltöffentlichkeit in Vergessenheit geraten.
 
 Welche Kategorie (Profi, Amateur, Kurzfilm etc.) von Film spricht Sie persönlich am meisten an und warum?
 
 Die fünf Kategorien, die jeweils verschiedene Zielgruppen ansprechen, stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Insofern habe ich persönlich auch keine Präferenz für oder gegen eine bestimmte Kategorie. Vielmehr geht es um die Würdigung engagierter Filmemacher, die durch Ihren Einsatz auf die Einhaltung der Menschenrechte aufmerksam machen. In den letzten Jahren haben sich die aktuellen fünf Kategorien daher als sinnvoll erwiesen. Als Vorjurymitglied ist es meine Aufgabe, eingereichte Filmproduktionen zu sichten, zu prüfen und zu bewerten. Dieses Jahr wurden knapp 300 Filmproduktionen aus aller Welt eingereicht, die alle thematisch auf Ihre Art berühren. Deshalb halte ich es für schwierig, inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. Vielmehr sollten die Menschenrechte in ihrer Gesamtheit respektiert und das Bewusstsein für Menschenrechte geschärft werden.
 
 Ist der Menschenrechts-Film für missio eine gute Plattform, um auf die inhaltliche Arbeit ihrer Hilfsorganisation aufmerksam zu machen? Inwiefern?
 
 Als internationales Katholisches Missionswerk stehen wir in engem Kontakt mit unseren Projektpartnern in Afrika, Asien und Ozeanien. Daher sind wir stets über aktuelle Entwicklungen informiert wie zum Beispiel derzeit im Irak, wo Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Hier setzen wir an und leisten unmittelbar Hilfe für irakische Flüchtlinge vor Ort. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Insofern liegt es uns natürlich am Herzen mit dazu beizutragen, dass die Wahrung der Menschenrechte in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerät. Daher ergänzen sich der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis und missio sehr gut und das ist auch der Grund, warum wir den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis seit vielen Jahren unterstützen.