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Interview mit Stefan Inderst, Rektor der Grundschule der Walliser Straße in München

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass sich Lehrer und Schulleiter coachen lassen?

Weil Lehrer und Schulleiter zunehmend mit einem Mehr an Aufgaben, Möglichkeiten, Herausforderungen seitens der Gesellschaft respektive des Kultusministeriums konfrontiert werden und dabei schnell der rote Faden unseres Tuns verloren geht. Der Lehrplan fordert uns Lehrkräfte und Schulleiter dezidiert auf, sich Gedanken über die konkrete Weiterentwicklung einer Schule zu machen.

Was hat Sie persönlich dazu geführt, sich coachen zu lassen?

Coaching half mir persönlich, meinem schulischen Tun einen roten Faden zu geben. Das heißt nicht, dass das Kultusministerium uns nicht einen vorgäbe, mit der Verfassung, dem Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz und mit der Präambel des Lehrplans). Aber es ist eben nicht der eigene, speziell auf mich und meine Schule zugeschnittene Leitgedanke, der notwendig ist, damit ich mich mit meiner Aufgabe identifizieren kann.

Wie haben Sie von der Coaching Initiative erfahren und warum haben Sie sich für ihr Coaching-Programm entschieden?

Die Schulleiterin meiner alten Schule gab mir die Chance, gecoacht zu werden, nachdem sie Herrn Neumeyer auf einer Veranstaltung kennengelernt hatte. Ich war schlicht neugierig, offen für Neues.

Was hat sich für Sie und Ihre pädagogische Arbeit nach dem Coaching verändert?

Wir haben in dieser Zeit ein Leitbild gemeinsam im Kollegium erarbeitet. Das war das wichtigste Ziel. Dieses Leitbild ist der konkrete Rahmen meiner Schule in dem schulischen Umfeld, in dem wir uns bewegen.

Ihr Lehrerkollegium war für ein gemeinsames Coaching offen: gab es am Anfang noch Widerstand? Wie war er begründet?

Der Widerstand lag darin begründet, dass die Kolleginnen trotz mehrmaliger Erklärung nicht so recht wussten, wofür wir das Coaching benötigten. Wer täglich im Klassenzimmer steht, hat andere Probleme. Das Coaching sollte, verteilt auf ein Schuljahr, insgesamt 30 Stunden dauern. Gerade diese zeitliche Investition war der größte Knackpunkt. Dennoch vertrauten die Kolleginnen Herrn Neumeyer und mir als neu ernanntem Schulleiter von Anfang an.

Wo sehen Sie die Grenzen für den Einsatz von Coaching-Programmen in der Schule?

Ich sehe die Grenze in der Bereitschaft von Lehrern und Schulleitern, sich in einem größeren Rahmen mit der eigenen schulischen Entwicklung auseinanderzusetzen. Dies ist bestimmt nicht jedermanns Sache.