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Interview mit Franz Neumeyer, Global Executive Coach (PCC-ICF), 1. Vorsitzender der Coaching Initiative Bildung und Zukunft e.V.

Herr Neumeyer, was ist Ihre persönliche Motivation, Coaching in Schulen anzubieten?

Ich wünsche mir Schulen, in denen die kindliche „Lust am Lernen“ erhalten bleibt und jeder Einzelne in der Entfaltung seines ganz individuellen Potentials gefördert wird. Darin sehe ich die Basis für eine zukunftsfähige Gesellschaft, in der persönliche Zufriedenheit, Leistungsbereitschaft und Kooperation zusammenkommen. Coaching ist nach meiner Überzeugung ein sehr wirksamer Weg, die Förderung der Potentialentfaltung auf allen Ebenen zu unterstützen.

Welche Erfahrungen aus Ihrer langjährigen Arbeit als Coach im internationalen Umfeld bringen Sie in das Schul-Coaching ein?

Motivierte, lernbereite Menschen können in relativ kurzer Zeit durch ihre Bewusstseinserweiterung und die daraus abgeleiteten Handlungen ihre Führungsfähigkeit deutlich ausweiten. Effekte sind mehr persönliche Zufriedenheit, aber auch erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit sowie die grundsätzlich verbesserte Leistungsfähigkeit. So kann die Führungskraft mit Hilfe des Coachings die Kultur der Abteilung oder der gesamten Organisation positiv verändern. Eine andere Erfahrung ist, dass die typischen Coaching-Klienten immer mutiger als der Durchschnitt sind. Selten sind es mehr als zehn Prozent einer spezifischen Gruppe von Führungskräften.

Ist Coaching eine wirksame Methode zur Begleitung von sozialen Veränderungsprozessen?

Ja, weil Veränderung bei den meisten Menschen Widerstände erzeugt. Coaching kann helfen, diese inneren Barrieren zu erkennen und abzubauen, damit die Potentiale der Veränderung besser ausgeschöpft werden können.

Ursprünglicher Arbeitsschwerpunkt der Coaching Initiative lag in Bayern. Inwieweit haben Sie Ihre Arbeit auf ganz Deutschland ausgeweitet?

Erste Projekte außerhalb Bayerns wurden in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchgeführt und eine Regionalleiterin für Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Die Zusammenarbeit mit der Internationalen Coaching Federation (ICF) und dem Deutschen Verband für Coaching und Training (dvct) sollen helfen, weitere Coaches außerhalb Bayerns zu rekrutieren.

Wo steht die Coaching Initiative in zehn Jahren?

Im Idealfall ist sie dann aufgelöst, falls Coaching ein selbstverständlicher Aspekt in der Ausbildung von Schulleitern und Lehrern geworden ist und Einzel-, Team-, und Gruppencoaching regelmäßig in den Schulen von allen beteiligten Personen in Anspruch genommen werden.