Verwandlung

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Elfen

Hilferuf aus der Anderswelt

'Wenn jemand sagt, er glaubt nicht an Elfen, fällt irgendwo eine Elfe um und ist tot“, das sagt die Elfe Tinkerbel zu Peter Pan im Steven-Spielberg-Film „Hook“ von 1991. Dieses kurze Zitat birgt wesentlich mehr Brisanz, als man vermutet. Elfen sind Naturgeister. Heute jedoch sind sie ins Reich der Märchen und des Aberglaubens verbannt. Naturgeister passten nicht mehr zum Christentum und später nicht zu unserer westlichen technologisierten Gesellschaft.

Schamane Riemerschmid Foto: Riemerschmid

Schamane Riemerschmid Foto: Riemerschmid

Nur noch wenige Menschen stehen heute im Kontakt mit der Anderswelt. Sie sagen, sie wurden von den Naturgeistern auserwählt. Sie durchlebten eine Verwandlung, an deren Ende sie Vermittler zwischen den Welten sind. Der Elfenbeauftragte, Schamane und Heilpraktiker Matthias Riemerschmid aus dem oberbayerischen Penzberg ist so jemand.
 „Ich habe mich ganz, ganz lange gewehrt dagegen!“, so Riemerschmid. Aber wenn man von den Naturgeistern auserwählt wird, dann gibt es keine Widerrede. „Sie kamen auf mich zu und haben so etwas gesagt wie: 'Du arbeitest mit uns!' Ich dachte schon, ich bin jetzt ganz bekloppt geworden. Doch dann hat es mir noch ein befreundeter Schamane bestätigt.“
 
 In Deutschland werden diese Vermittler oft als esoterische Spinner behandlet. Lediglich in den Ländern, in denen sich das Christentum erst spät durchgesetzt hat, ist der alte Glaube so fest verwurzelt, dass bis heute die Naturgeister ihren festen Platz in der Gesellschaft haben. In Island genießt die Elfenbeauftragte Erla Stefánsdóttir aufgrund ihrer Fähigkeit, mit der Anderswelt zu kommunizieren, hohes Ansehen. Wegen ihrer Kenntnisse wurden bereits Straßen verlegt und Häuser umgebaut.
 

Tinkerbel kann auch ganz anders
 
 Den Geistern ist es laut dem Schamanen offenbar wichtig, dass es auch in unserer Gegend Leute gibt, die zwischen den Welten vermitteln. „Es ist ihnen relativ wurscht, was die Ethnologen oder Religionswissenschaftler sagen. Die rekrutieren sich einfach ihre Leute. Die sagen wirklich: der ist geeignet, den lassen wir jetzt mal in eine Initiation reinrauschen.“
 Es hat aber noch ein paar Jahre gedauert, bis Riemerschmid seinen Auftrag akzeptiert hatte. In dieser Zeit haben die Geister ihm unmissverständlich klar gemacht, wo sein Platz ist.
 Man hat bei Elfen immer Disneys liebe kleine Tinkerbel vor Augen, doch dass sie auch ganz anders können hat er bitter zu spüren bekommen. Sein gesamtes bisheriges Leben - das Theologie-Studium, sein Privatleben und seine Gesundheit nahmen Schaden solange er sich dem Auftrag der Naturgeister verweigerte.
 Solange, bis er sich fügte und sagte: „Ok, ich mach, was ihr wollt“.
 Von solchen Erlebnissen berichten auch andere Schamanen. Bevor der Anwärter zum Schamanen wird, muss er sogenannte Initiationskrisen durchleben. Er wird von den Geistern im übertragenen Sinne zerbrochen, Altes wird zerstört, um als ein anderer aus der Initiation neu zu erstehen. Diese Initiationskrisen können sich in sehr realen Lebenskrisen spiegeln. Nur, wer so verwandelt und gereinigt ist, kann als Sender und Empfänger zwischen den Welten kommunizieren. Riemerschmid definiert einen Schamanen als eine Person, die zwischen der Welt der Geister und den Menschen vermittelt. Mittels verschiedener Bewusstseinstechniken ist der Schamane in der Lage, einen Teil seiner Seele in die Geisterwelt zu schicken. Dort helfen ihm verbündete Geister, die benötigten Informationen zu finden. Zu diesen Verbündeten gehören neben den Ahnen und Naturgeistern auch die Krafttiere.
 

Das Christentum hat 'ganze Arbeit' geleistet
 
 Nur langsam wird der moderne Schamanismus auch in der westlichen Welt wieder akzeptiert. Zu tief sind die Wunden, welche die Kirche, die Zeit der Hexenverfolgungen und schließlich die Rationalität der Aufklärung gerissen haben. „Das Christentum hat, um es freundlich zu sagen, 'ganze Arbeit' geleistet“, so der diplomierte Theologe Riemerschmid, „Die Naturgeister warten jetzt und denken: 'Hey, wann reden die wieder mit uns?'“
 
 Die Natur ist beseelt
 
 Dabei kann jeder der Natur und ihren Geistern ganz einfach ein wenig mehr Achtung und Beachtung schenken.
 Früher wurde den Naturgeistern etwas zu essen und zu trinken, mit Vorliebe Schnaps und Bier, hingestellt. „Doch viel wichtiger ist es, dass die Menschen wieder lernen, dass die Natur nicht etwas Totes ist, sondern beseelt“, meint Riemerschmid. Er ist überzeugt: „Wenn diese Tatsache wieder in den Köpfen ist, dann kommt es ganz automatisch, dass man ihnen etwas hinstellt oder mit ihnen redet.“
 
 Respekt vor der Natur
 
 Bei dem nächsten Spaziergang im Wald oder auf einer Wiese sollten wir also immer daran denken, dass der Mensch nicht allein auf diesem Planeten ist. Vertraut man den modernen Schamanen, dann gibt es Kräfte, die bereits lange vor dem Menschen hier waren. Kräfte, die wir auf naturwissenschaftlicher Ebene nicht erklären können. Kräfte, denen wir Respekt zollen sollten.
 Doch noch bleibt ein wenig Hoffnung, dass Elfen nicht aussterben werden. In dem Film „Wenn Träume fliegen lernen“ erklärt Johnny Depp in der Rolle des Sir James Matthew Barrie, aus dessen Feder Peter Pan stammt: “Als das erste Baby zum ersten Mal gelacht hat, ist sein Lachen sofort in tausend Stücke zersprungen ... das war der Anfang der Elfen ... und jedes Mal wenn wieder ein Baby geboren wird, wird aus seinem Lachen eine neue Elfe ...“
 

Zusatzinfos

Erla Stefánsdóttir
Lífssýn mín: Lebenseinsichten der isländischen Elfenbeauftragten
Verlag: Neue Erde GmbH; Auflage: 1 (September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3890602649
ISBN-13: 978-3890602646
EUR 26,80


Heilpraktiker Matthias Riemerschmid
Schamane
Im Thal 13
82377 Penzberg
Germany
Tel.: +49(0)8856-8031296
Fax: +49(0)8856-8031297
Internet: www.heilpraxis-riemerschmid.de