100 Jahre Maxim

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Wir müssen schauen, dass wir das MAXIM erhalten

Interview mit Ingeborg Staudenmeyer, Bezirksausschußvorsitzende Neuhausen-Nymphenburg

Das Kino MAXIM wird in diesem Jahr 100. Sie sind Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg. Welche Rolle spielt das MAXIM für das kulturelle Leben im Stadtteil?

Eine wichtige – und ich glaube sogar, dass das MAXIM eine noch größere Rolle in Neuhausen spielen könnte. Es ist ein Inbegriff für die lebendige und traditionsreiche Kulturszene in unserem Stadtteil, und wir müssen schauen, dass wir es erhalten. Deshalb unterstützen wir Siegfried Daiber und das Maxim, wo wir nur können. Wenn er anklopft, sind wir für ihn da.

Was fasziniert Sie persönlich am MAXIM?

Faszinierend finde ich, dass ein Kino wie das MAXIM überhaupt so lange überlebt hat. In Zeiten von großen Multiplex-Kinos haben es kleine Programmkinos immer schwieriger. Das MAXIM hat glücklicherweise eine treue Fangemeinde – sie ist klein, aber es gibt sie. Mit der Filmauswahl hebt es sich außerdem deutlich von der kommerziellen Konkurrenz ab. Das gefällt mir.

100 Jahre MAXIM. Ein Verdienst von Kinobetreiber Siegfried Daiber?

Dass das MAXIM überhaupt 100 Jahre alt werden konnte, ist allein sein Verdienst. Er hat seine Philosophie von Kino bis heute durchgezogen, und das finde ich bewundernswert. Ohne ihn gäbe es das Maxim sicherlich nicht mehr.

Das Kino MAXIM wurde gegründet, als die Bilder laufen lernten. Wie empfinden Sie den Charme dieses alten Programmkinos?

Der Charme ist tatsächlich ein eigener, ganz anders als in den modernen Großraumkinos. Es ist ein kleines Kino mit einem 50er Jahre-Ambiente. Man sieht ihm sein Alter an, was eben auch bedeutet, dass regelmäßig Renovierungen anliegen. Wir haben einen Spendentopf für solche Sachen und beteiligen uns gerne. Sobald wir einen konkreten Antrag bekommen, können wir das Geld zuweisen.

Was unternehmen Sie im Bezirksausschuss konkret, um diesen Kino-Dinosaurier zu unterstützen?

Ich hoffe, dass wir rechtzeitig zum 100. Jubiläum die erste Stuhlreihe neu beziehen lassen können. Das ist eine aktuelle Sache und wäre toll. – Oder: Vor ein paar Jahren hätte das MAXIM fast schließen müssen. Herr Daiber bekam vom Hausbesitzer die Kündigung für die Räumlichkeiten. Gemeinsam konnten wir die Schließung des Kinos allerdings verhindern. Wir haben mit dem Hausbesitzer gesprochen mit dem Ergebnis: Herr Daiber durfte drin bleiben.

Wie sehen Sie die Kooperation des Bezirksausschusses mit der Journalistenakademie und der Geschichtswerkstatt?

Super! Es ist immer gut, wenn verschiedene Institutionen im Stadtteil zusammenarbeiten. Jede hat ihre Stärken, und dann kommt immer etwas Gutes dabei raus. Alle Beteiligten profitieren davon, nicht nur das MAXIM. Ich erinnere mich noch an das Projekt „Wasservogel“ vor fünf Jahren und die Filmreihe „Wiedersehen im MAXIM“ 2010. Ich bin sehr froh über diese Kooperation.

Was erhoffen Sie sich für das Maxim für die Zukunft?

Weitere 100 Jahre und eine enge und gute Zusammenarbeit von beiden Seiten.