Münchener Nacht des Menschenrechts-Films
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Franz Haider

Biografie

Franz Haider wurde 1959 geboren. Er studierte Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik an der LMU München. Seit 1988 ist er medienpädagogischer Referent an der Fachstelle Medien und Kommunikation der Erzdiözese München und Freising. Er ist Initiator und Begleiter mehrerer Kino- und Spielfilmreihen, wie Kino-Treff Rio. Er hat mehrere Veröffentlichungen zu film- und medienpädagogischen Themen im Rahmen der katholischen Medienarbeit herausgegeben.

Was hat Sie bewogen den Film von Christopher Bisset auszuzeichnen?

Überzeugend ist die Idee von Christopher Bisset, eine tatsächliche Begegnung zwischen dem Protagonisten Sam und den Menschen zu zeigen, die unsere Produkte unter ausbeuterischen Bedingungen möglichst billig herstellen. Und noch überzeugender ist die Konsequenz, mit der er diese Geschichte zu Ende führt: Alles wird entsorgt, landet letztlich auf dem Müll. Einerseits ein subtiler und vielschichtiger Beitrag zum Thema Menschenrechte, andererseits eine Aufforderung, die Selbstverständlichkeit, mit der unser Lebensstil auf der Ausbeutung von Mensch und Natur beruht, zu hinterfragen. Bisset gelingt es dabei, die komplexe Frage nach der Schuld des Einzelnen in unübersichtlichen globalen Zusammenhängen in eindrückliche Bilder zu übersetzen.

Woran erkennen Sie, ob ein Film seinem Thema gerecht wird?

Für die Bildungsarbeit ist dieser kurze, beeindruckende und auch technisch gut gemachte Film ein Geschenk. Die Zuschauer werden der Geschichte leicht irritiert, aber mit großem Interesse folgen. Sie werden diskutieren und Fragen aufwerfen: „Was haben diese Menschen mit mir zu tun? Löst mein Konsumverhalten Folgeschäden aus, die ich billigend in Kauf nehme? Trage ich Verantwortung für die Ausbeutung in der globalisierten Welt? Und wenn ja, wie kann ich mit dieser Verantwortung umgehen?“ All diese Fragen provoziert der Film von Christopher Bisset, ebenso wie die unausgesprochene Aufforderung, sich zu informieren, sich eine eigene Meinung zu bilden und für Menschenrechte einzutreten.