Münchener Nacht des Menschenrechts-Films
Digitale Pressemappe

Pressekonferenz Filmnacht Menschenrechts-Filmpreis Downloads Pressespiegel

Marko Junghänel

Biografie

Marko Junghänel studierte Kommunikations- und Zeitungswissenschaft sowie Politische Wissenschaften an der LMU München und absolvierte eine Ausbildung zum PR-Berater. Er war als Berater in verschiedenen PR-Agenturen in Düsseldorf und München tätig und Leiter der Kommunikation und Presse-sprecher beim Bayerischen Jugendring (Landesjugendring). Seit 2004 ist er freiberuflicher PR-Berater – spezialisiert auf den Bereich Bildung und Medien. Seit Juli 2012 ist er Gesamtkoordinator des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises.

Gibt es beim Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2012 thematische Schwerpunkte und Tendenzen?

Die Einsendungen zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2012 zeigen erneut eine umfassende Thematisierung von Menschenrechtsverletzungen, die auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern stattfinden. Hier ist insbesondere die Frage des Umgangs mit Flüchtlingen und Asylsuchenden zu nennen. Eine Vielzahl von Filmproduktionen widmet sich zudem den Fragen der Verquickung deutscher wirtschaftlicher Außeninteressen und der daraus folgenden Zusammenarbeit mit Staaten und Regimen, die erwiesenermaßen zu den Staaten zählen, die die Menschenrechte massiv und dauerhaft verletzen. Zudem wurden Filme vorgelegt, die sich mit den Formen von Benachteiligungen aufgrund verschiedenster Umstände befassen – sei es im Hinblick auf sexuelle Orientierung, Menschen mit Behinderungen oder Migranten. Neben den Verletzungen dieser Art von Menschenrechten werden aber auch positive Beispiele eines gelingenden Menschenrechtsschutzes dargestellt.

Welche Filmszene hat Sie besonders bewegt?

Ganz besonders bewegt hat mich die Geschichte der 17-jährigen Esther aus der Zentralafrikanischen Republik. Im Preisträgerfilm MÄDCHENGESCHICHTEN: ESTHER UND DIE GEISTER zeichnet die Regisseurin Heidi Specogna ein sehr einfühlsames und doch schonungslos grausames Bild des erst kurzen Lebens dieser jungen Frau. Sie war im Alter von sieben Jahren Opfer einer Vergewaltigung durch Söldner geworden. Zehn Jahre später scheint sie noch immer aus dem Leben gerissen zu sein, obwohl die Fassade etwas anderes suggeriert. Sie muss mit dieser Last leben, aber es gibt Hoffnung und der Film zeigt eine mögliche Perspektive. Berührend, ohne rührselig zu sein, das alles in nur 30 Minuten erzählt – ein wichtiger und großartiger Film.