Kunstauktion für Mädchen in Nepal

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Hintergrundinformation: pro filia e.V. mit Partnerorganisation

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen enden jährlich etwa 15.000 Mädchen aus Nepal in indischen Bordellen: Durch Fehlinformation angeworben, werden sie entweder verschleppt oder von den Eltern für rund 80 Euro verkauft. Die Mädchen sind zwischen zwölf und sechzehn Jahre alt, teilweise sogar jünger. Mit Drogen und Folter werden sie gefügig gemacht und von bis zu 30 Männern pro Tag vergewaltigt. Nicht alle überleben diese Tortur.
 Der ZONTA Club München-Friedensengel veranstaltet am 21. April 2013 eine Benefiz-Kunstauktion im Vorhoelzer Forum der Technischen Universität München: Die insgesamt 34 beteiligten Künstler spenden jeweils die Hälfte des erzielten Erlöses zu Gunsten der betroffenen nepalesischen Mädchen. Der Verein pro filia sorgt dafür, dass die Spendengelder Taten schaffen. Gemeinsam mit MAITI Nepal kümmert sich pro filia vor Ort um Mädchen, die Opfer von Kinderprostitution geworden sind oder werden könnten.
 
 pro filia e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Gesundheit und Bildung benachteiligter Mädchen und Frauen. Hier kommt jeder gespendete Euro an: Sämtliche Arbeit wird ehrenamtlich geleistet, entstehende Verwaltungs- und Sachkosten werden entweder von Firmen gesponsert oder von Vorstand und Geschäftsführung getragen.
 pro filia finanziert gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation MAITI Nepal Schutzhäuser an insgesamt zehn Kontrollpunkten direkt an der indischen Grenze, wo Mädchen und junge Frauen Ersthilfe finden können. In den vergangenen vierzehn Jahren wurden auf diese Weise rund 10.000 Mädchen vor einer Versklavung in Bordellen bewahrt. Gemeinsam mit MAITI Nepal finanziert pro filia außerdem ein Reha-Heim, in dem Betroffene weiterführende Hilfen erhalten: Der Erlös aus der diesjährigen Benefiz-Kunstauktion soll das Projekt Reha-Heim Itahari im Südosten Nepals für ein Jahr sichern. pro filia e.V. wurde 2008 gegründet, die Geschäftsführung hat Dr. Johanne Feldkamp inne, Psychologische Psychotherapeutin und Sozialmanagerin.
 
 MAITI Nepal ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die insbesondere Mädchenhandel und Kinderprostitution in Nepal bekämpft. MAITI Nepal besteht seit 1993 und arbeitet mit pro filia, der Christlichen Ostmission, Rotary International und dem Kindermissionswerk zusammen.
 MAITI Nepal bildet Grenzbeobachterinnen aus: junge Frauen, die die Leidenszeit im Bordell überlebt haben. An Grenzübergängen sprechen sie gezielt Mädchen an, denen das gleiche Schicksal droht und bieten eine Hilfe zur Flucht. Die Organisation befreit außerdem versklavte Mädchen aus ihren Gefängnissen. Diese können häufig nicht in ihre Familien zurückkehren, da sie geächtet und stigmatisiert werden. In Schutzhäusern finden sie Zuflucht sowie medizinische und psychologische Erstversorgung. Weitere Betreuung erfolgt in Reha-Heimen wie z.B. Itahari. MAITI Nepal ermöglicht es den Mädchen und jungen Frauen, lesen und schreiben zu lernen sowie eine Berufsausbildung zu machen. Über Mikrokredite verhilft ihnen die Organisation auch beim Aufbau einer eigenen Existenz. Damit tritt MAITI Nepal in die Fußstapfen von Anuradha Koirala: Sie arbeitete als Lehrerin an einer nepalesischen Grundschule, bis sie Opfer häuslicher Gewalt wurde. Schläge standen auf der Tagesordnung, drei Fehlgeburten waren die Folge. Nachdem sie sich aus ihrem Martyrium befreien konnte, machte sie es sich zur Lebensaufgabe, anderen betroffenen Frauen und Mädchen zu helfen. Mit einem Teil ihres geringen Einkommens gründete sie einen kleinen Laden, in dem Opfer von Menschenhandel und häuslicher Gewalt Arbeit fanden: MAITI („Mutters Haus“) Nepal war gegründet.
 
 Kontaktdaten:
 
 pro filia e.V.
 www.profilia.eu
 kontakt@profilia.eu
 
 MAITI Nepal
 www.maitinepal.org
 info@maitinepal.org
 
 Beitrag über MAITI Nepal von CNN (Video, Englisch)