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Digitale Pressemappe zum 57. Münchner Mediengespräch

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Kurzinterview mit Peter Lokk

Die Stiftung Journalistenakademie und das BayernForum veranstalten zusammen bereits das 57. Münchner Mediengespräch. Was ist das Ziel der Gesprächsreihe?

Ziel ist es, einen Diskussions- und Gesprächsort zu Trends im Journalismus und zu wichtigen Fragen rund um Medien, neue Medien und Politik zu schaffen. Das haben wir erreicht. Uns geht es darum, bei Fragestellungen, Anlässen und Themen rund um Politik und Medien das Publikum, Journalisten, Entscheider und Medieninteressierte, anzusprechen, Wissen zu vermitteln und im Diskurs neue Erkenntnisse zu gewinnen.

„Medienkompetenz: Wege zur politischen Teilhabe“ – so heißt das Thema des 57. Münchner Mediengesprächs. Worum geht es?

Medienkompetenz ist eine der zentralen Forderungen der Bildungsdiskussion seit den neunziger Jahren. Information, Bildung und Wissen spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Ausbildung, im beruflichen Alltag wie auch in Politik und Ehrenamt. Medienkompetenz benötigt jeder, der politische Zusammenhänge erkennen und hinterfragen will. Auch lebensbegleitendes Lernen ist ohne Medienkompetenz nicht vorstellbar. Sie ist eine Kompetenz, die soziales Handeln ermöglicht.

Warum haben Sie sich für dieses Thema entschieden?

Einrichtungen wie das Münchner JFF Institut für Medienpädagogik und das Nürnberger Medienzentrum Parabol sind seit vielen Jahren erfolgreich medienpädagogisch unterwegs. Beim 57. Mediengespräch wollen wir aktuelle Projekte und Studienergebnisse diskutieren. Dabei geht es auch darum, welche medienpädagogischen Angebote Kinder und Jugendliche, Erwachsene oder auch Senioren benötigen. Und darum, welche Rolle Journalisten dabei spielen.

Sind neue Medien wichtig für politische Teilhabe? Welchen Stellenwert haben dabei Social Media?

Auch Flugblatt, Buch, Film und Hörfunk waren irgendwann einmal neue Medien. Medien benötigen wir, um uns zu informieren, Entscheidungswissen zu erwerben und uns mit anderen auszutauschen. Social Media sind besonders interessant, da sie bidirektional angelegt sind, zur Kontaktaufnahme, Diskussion und zum gemeinsamen Handeln anregen. Für NGOs und im Wahlkampf sind Social Media nicht mehr wegzudenken.

Sie bilden Journalisten aus. Welche Rolle spielt Medienkompetenz für Journalisten?

Journalisten haben hier zwei Aufgaben: Sie müssen zum einen medienkompetent sein, um bei der Recherche, beim Interview, beim Schreiben Informationen, Fakten und Aussagen abwägen und kombinieren zu können. Sie sollten aber auch in Meinungsbeiträgen, wie Kommentaren oder Blogs, nachvollziehbar und kompetent argumentieren und urteilen. Zum anderen sind Journalisten, auch wenn manche das nicht so sehen sollten, medienpädagogisch unterwegs, wenn sie Zusammenhänge, Problemlagen und Konflikte fundiert und zielgruppengerecht darstellen.

Das Interview führte Tanja Gebru
 
 Kurzporträt Peter Lokk