Link zur Startseite der Digitalen Pressemappe
Startseite Pressemitteilung Interviews Porträts Hintergrundinformationen Downloads Medienecho

112 Jahre Siedlungsraum – 100 Jahre Feuerwehr

Die Gemeinde Ottobrunn im Landkreis München liegt nur wenige Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt. Eingerahmt wird die Ortschaft vom Autobahnring A 99 im Süden und der Autobahn A 8 München – Salzburg im Westen.
 
 Von der Fläche her ist Ottobrunn mit 5,23 Quadratkilometer die kleinste Gemeinde im Landkreis, bei der Einwohnerzahl liegt sie mit 20.755 jedoch an dritter Stelle. Damit steht Ottobrunn in Deutschland auf Platz Zwei bei der Siedlungsdichte – nach München und noch vor Berlin. Dass Ottobrunn nur einen kleinen Teil des Siedlungsraums am südöstlichen Münchner Stadtrand ausmacht, das ist oft nur Ortskundigen bewusst. Die Gemeindegrenzen zu Neubiberg, Putzbrunn und Hohenbrunn verlaufen mitten zwischen den Häusern.
 
 Das hat Auswirkungen auf die territoriale Zuständigkeit der Ottobrunner Feuerwehr, denn der Brandschutz liegt in der Hoheit der Gemeinden. Deshalb werden für die gleiche Straße je nach Hausnummer unterschiedliche Wehren alarmiert, wenn die Straße in zwei Gemeindegebieten liegt. Ein Beispiel dafür ist die Mozartstraße.
 

Junges Siedlungsgebiet

Während viele Orte in der Nachbarschaft eine über tausendjährige Geschichte aufweisen, blickt Ottobrunn auf eine sehr kurze Entwicklungsphase zurück. Im Jahr 1902 begann die Siedlungstätigkeit mit dem Bau der ersten Gebäude. Dazu gehört das Waldschlösschen, das von Beginn an eine Gastronomie beherbergt.
 
 Bis zum Ende der 1960er Jahre war es das „Vereinslokal“ der Ottobrunner Feuerwehr, lag es doch genau gegenüber vom damaligen Gerätehaus. Als sich 1914 die Feuerwehr gründete, war die Namenswahl für das junge Siedlungsgebiet noch nicht entschieden.
 
 Erst seit 1921 ist der Name „Ottobrunn“ amtlich. 1955 trennte sich Ottobrunn von seiner Muttergemeinde Unterhaching. Beim 50. Gemeindegründungsjubiläum im Jahr 2005 feierten die Bürger das Jubiläum und die Fahnenweihe der Feuerwehr.
 

Weltbekannter Ort

Zum weltweiten Bekanntheitsgrad Ottobrunns trägt das seit 1958 aufgebaute Technologiezentrum für Luft- und Raumfahrt am südlichen Ortsrand. Firmennamen wie MBB, IABG, EADS, astrium oder eurocopter stehen für Hightech-Produkte aus Ottobrunn und Taufkirchen, denn mitten durch das Gelände verläuft die Gemeindegrenze und bestimmt die Zuständigkeit der beiden Gemeindefeuerwehren. Hierbei arbeitet man mit der Werksfeuerwehr IABG / Betriebsfeuerwehr EADS zusammen, die ebenfalls Teile dieses Geländes betreut.

Rasches Wachstum

Das Wachstum der Forschungseinrichtungen und die Nähe zur Großstadt München führten zu intensiver Siedlungstätigkeit. Etwa 100 Menschen mögen 1914 weit verstreut mitten im Wald gelebt haben, als die Feuerwehr gegründet wurde.
 
 Der 2. Weltkrieg brachte einen starken Zuzug. Heimatvertriebene, Flüchtlinge, Ausgebombte und Kriegsheimkehrer fanden eine neue Heimstatt in umgebauten Wochenendhäuschen und in Barackensiedlungen. 5735 Einwohner waren es schon 40 Jahre später bei der Gemeindegründung im Jahr 1955 und die Einwohnerzahl stieg rasant an. 20 Jahre später lag man schon bei 18.000.
 
 Auf Wald- und Wiesenflächen entstanden Wohnblöcke mit acht Stockwerken, Wohnanlagen sowie Siedlungen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern und Gärten. Landwirtschaftliche Anwesen, historische Fachwerkgebäude oder städtische Siedlungsstrukturen mit Wohngebäuden aus der Jugendstilepoche gab es in Ottobrunn nie. Die Feuerwehr brauchte neue Technik: So beschaffte man 1971 zeitgleich mit dem Bau der Hochhaussiedlung „An der Ottosäule“ eine Drehleiter.
 

Attraktiver Wohnort

Der Anschluss an den Autobahnring A 99, die Anlage von Gewerbegebieten und die Eröffnung von Sportstätten, Kindergärten und Schulen erhöhte die Attraktivität der Gemeinde als Wohn- und Arbeitsort. Den sich daraus ergebenden Aufgaben stellten sich Führung und Mannschaft der Feuerwehr ständig.
 
 Der Fuhrpark und die Technik mit Geräten mussten laufend modernisiert werden. Immer mehr Frauen und Männer aus Ottobrunn engagierten sich bei der Feuerwehr. Heute zählt sie 137 Einsatzkräfte und 18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr (Stand 31.12.2013). Hand in Hand sorgen Feuerwehr, die politischen Gremien und die Gemeindeverwaltung für den Schutz ihrer Ottobrunner Bürger.