Pressekonferenz am 22. Juli 2014

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Interview mit Christine Sutara

„Unsere App verändert Beratung“

Christine Sutara, Koordinatorin der bke-Onlineberatung, berichtet aus zehn Jahren erfolgreicher Arbeit. Sie bringt immerhin 90 Erziehungsfachleute unter einen Hut.
 
 Als Koordinatorin sind Sie für das reibungslose Funktionieren der bke-Onlineberatung verantwortlich. Wie sieht das an einem typischen Arbeitstag aus?
 
 Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf der Mailberatung. Hier nehme ich jeden Morgen die Anfragen entgegen und leite sie an die Fachkräfte weiter. Dabei muss ich darauf achten, dass jede Anfrage nach spätestens 48 Stunden beantwortet ist.
 
 Wer sind diese Fachkräfte, die bei der bke als Onlineberater arbeiten?
 
 Unsere Fachkräfte arbeiten alle hauptberuflich in realen Erziehungsberatungsstellen. Sie geben uns von ihrem Stundenkontingent zwischen fünf und zehn Wochenstunden ab. Diese Stunden leisten sie aber nicht am Stück, sondern je nach Bedarf über die Woche verteilt. So steht zum Beispiel eine Kraft, die einen Vertrag über sieben Wochenstunden mit uns hat, auch mal zwischen 20 und 22 Uhr für einen Chat zur Verfügung.
 
 Gibt es bei dieser Arbeit Fachabteilungen?
 
 An der Mailberatung beteiligen sich alle. Für die Chats und das Forum stehen Teams von 25 und 30 Fachkräften zur Verfügung. Montags bis donnerstags plane ich immer mindestens zwei Berater für den Live-Chat ein.
 
 Wie hat sich die Beratungstätigkeit in den letzten 10 Jahren verändert?
 
 Die Veränderungen sind vor allem technischer Art. Seit 2012 die App kam, hat sich das Kommunikationsverhalten extrem verändert. Es finden nun wesentlich kürzere Gesprächsstränge statt. Von den Smartphones kommen nicht mehr ellenlange Mails, sondern kurze Sätze. Ähnlich wie WhatsApp die Länge und Dichte der Kommunikation verändert, so ist es auch mit unserer bke-App. Vor allem Jugendliche melden sich nun häufiger über den ganzen Tag verteilt bei ihrem Berater und sagen: „Ich denke gerade an Dich.“ Oder: „Ich habe gerade ein Problem.“
 
 Ist es eine positive Entwicklung, dass der Draht zu den Beratern kürzer geworden ist?
 
 Das traue ich mich nicht zu beurteilen. Ich könnte mir vorstellen, dass dies aus fachlicher Sicht nicht unbedingt ein Vorteil ist. Denn da ist eher Reflexion angesagt. Das ist bei einer Kurznachricht kaum möglich. Aber es mag sein, dass es den Jugendlichen entgegenkommt.
 
 Auch auf Facebook sind Sie vertreten.
 
 Die Facebook-Seite wird von Jasmin Kluge betreut. Wir pflegen dort unsere Veranstaltungs- und Chat-Termine ein. Es soll dort aber nicht eine weitere Community entstehen, sondern Facebook dient vorwiegend der Öffentlichkeitsarbeit.
 
 Welche Pläne gibt es für die Zukunft?
 
 Technische Erweiterungen, wie etwa ein Videochat, sind derzeit nicht geplant. Wir hatten gerade einen Wechsel der Leitung und nun geht es erst einmal um Qualitätssicherung und –entwicklung.
 
 
 Ein Interview von Alois Wieshuber