Pressekonferenz der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.

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Pressemitteilung

Unbürokratische und kostenfreie Hilfe für Krebspatienten in Bayern sichern
 21.712 Beratungen gab es im Jahr 2013: Die Tendenz ist steigend
 Die Bayerische Krebsgesellschaft (BKG) braucht dauerhafte und ausreichende Finanzmittel der öffentlichen Hand für die psychosoziale Hilfe
 

Seit 1925 setzt sich die Bayerische Krebsgesellschaft (BKG) für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, und deren Angehörige ein. Sie bietet Unterstützungsmöglichkeiten an, die helfen, mit der Diagnose Krebserkrankung umzugehen. Ziel ist es, die körperlich-seelische Krise zu überwinden und das Leben neu zu gestalten. „Daher brauchen Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen neben der optimalen medizinischen Versorgung umfassende psychosoziale Unterstützung durch Krebsberatungsstellen“, fordert Prof. Dr. med. Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft. Fragen Betroffener sind: Wie geht mein Leben jetzt weiter? Was hilft mir durch die Behandlungszeit? Auf welche Sozialleistungen habe ich Anspruch? 2013 ist die Zahl der Beratungen in den Krebsberatungsstellen auf 21.712 gestiegen. 60 Prozent der Ratsuchenden sind Frauen, 40 Prozent Männer.
 
 Menschen, die von Krebs betroffen sind, erfahren die Krankheit oft als tiefen Eingriff in viele Bereiche ihres Lebens. Mit dem Arzt sprechen sie über medizinische Behandlungsschritte, doch häufig bleiben noch viele Fragen offen. Die Bayerische Krebsgesellschaft kümmert sich um die psychosoziale Versorgung in allen Krankheitsphasen: 38 qualifizierte Beraterinnen und Berater unterstützen Betroffene und Angehörige in der Krankheitsbewältigung und wollen Entlastung in einer Situation schaffen, die mit großen seelischen Belastungen einhergeht. „Unser Standard ist, nur psychoonkologisch ausgebildetes Personal einzusetzen, um die hohe Fachlichkeit zu gewährleisten“, betont Markus Besseler, Geschäftsführer und Beratungsstellenleiter der BKG. Die fachlichen Angebote der Beratungsstellen übernehmen daher Psychologen, Pädagogen und Sozialarbeiter. Die Beratungen sind niederschwellig und für die Ratsuchenden kostenfrei, so dass auch Menschen mit wenig Geld unbürokratisch Hilfe bei ihrer Krebserkrankung bekommen.
 
 Die Bayerische Krebsgesellschaft e. V. bietet Hilfe in 21 Beratungsstellen in ganz Bayern an. Den Betroffenen stehen rund 200 ehrenamtliche Selbsthilfegruppen mit Rat und Tat zur Seite. Die BKG geht von 350.000 Krebskranken in Bayern aus. Jedes Jahr erkranken 60.000 bis 70.000 Menschen neu an Krebs. „Alle im Gesundheits- und Sozialsystem Verantwortlichen müssen im Sinne der Betroffenen die dauerhafte und ausreichende Finanzierung der psychosozialen Hilfe in Bayern sichern“, wünscht sich Gabriele Brückner, Geschäftsführerin der BKG. (2415 Zeichen)