Lange Nacht des Menschenrechts-Films in München
ARRI-Kino 28. Januar 2015 19 Uhr
Digitale Pressemappe

Pressekonferenz Filmnacht Menschenrechts-Filmpreis Pressefotos Pressespiegel

Kategorie Langfilm

Camp 14 – Total Control Zone

Regie Marc Wiese, Dokumentarfilm, 101:00 Min., BR/WDR/arte

Shin Dong-hyuk wird am 19. November 1983 als Kind zweier Häftlinge in dem nordkoreanischen Umerziehungslager Camp 14 geboren. Vom Tage seiner Geburt an war er ein politischer Gefangener. Seine gesamte Kindheit und Jugend verbringt er in dem Straflager der härtesten Kategorie: Zwangsarbeit seit seinem 6. Lebensjahr, Hunger, Schläge und Folter bestimmen seinen Alltag. Ständig sind die Häftlinge der Willkür der Wärter ausgesetzt und vom Tode bedroht. Shin hat keine Ahnung von der Welt außerhalb der Stacheldrahtzäune. Shin glaubt, dass alle Menschen so leben würden. Erst mit 23 Jahren gelingt ihm durch einen Zufall die Flucht. Eine monatelange Odyssee führt ihn durch Nordkorea nach China und schließlich nach Südkorea. Dort betritt er eine Welt, die ihm völlig unbekannt ist.

Kategorie Kurzfilm

Mohammed auf der Flucht

Autor/Regie Guido Holz, Daily-Doku, 24:30 Min., MDR, KiKa

Mohammed ist 13 Jahre alt und mit seiner Familie in die Türkei geflohen. Sie sind vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat Syrien geflüchtet und leben jetzt in einem wilden Flüchtlingscamp an der türkisch-syrischen Grenze. In einem kleinen Zelt aus Plastikplanen. Sie leiden unter der Kälte und fehlenden Medikamenten. Viele Verwandte von Mohammed sind bei der Bombardierung ihres Dorfes umgekommen. Jede Nacht sieht Mohammed in seinen Träumen die schrecklichen Raketenangriffe auf sein Dorf. Damit er die Erlebnisse verarbeiten kann, muss er darüber reden. Einem syrischen Betreuer schildert er die Ereignisse, während er sie gleichzeitig aufmalt. Mohammed will unbedingt wieder in sein Land zurück und dort eine bessere Zukunft aufbauen.

Kategorie Magazinbeitrag

Yussuf – Die Geschichte einer Flucht

Autoren/Regie Caroline Walter/Bertram von Boxberg, Magazinbeitrag, 7:50 Min., rbb, für ARD-Magazin ‚Kontraste‘

Aus Somalia musste Yussuf fliehen, weil sein Leben in Gefahr war. Seine Flucht war dramatisch, immer wieder kämpfte er ums Überleben. Endlich angekommen in Italien, stand er ohne jede Unterstützung auf der Straße. Auf der Suche nach Hilfe kam er nach Deutschland, doch hier droht ihm die Abschiebung, zurück nach Italien. Trotz der desolaten Asylpolitik im Nachbarland reagiert die deutsche Politik nicht. Yussuf erzählt von seinem wochenlangen Fußmarsch in den Sudan. Dort bieten Schlepper an, die Flüchtlinge durch die Sahara zu fahren – so wie auf diesen Aufnahmen. Doch plötzlich halten die Schlepper mitten in der Wüste an. Sie fordern mehr Geld für die Weiterfahrt. Wer es nicht hat, wird gezwungen, seine Familie anzurufen, die das Geld auftreiben soll. Tagelang werden die Flüchtlinge festgehalten.

Kategorie (Film-)Hochschule

Nadeshda

Regie Anna Frances Ewert/Falk Müller, Dokumentarfilm, 48:00 Min., Hochschule für Fernsehen und Film München

„Nadeshda“ bedeutet auf Deutsch „Hoffnung“. Es ist auch der Name eines der größten Roma-Ghettos in Bulgarien. Die 12-jährige Tsveti träumt davon, eines Tages die Musikschule außerhalb der Stadt besuchen zu können. Auch die Eltern von Misho und Zorka träumen davon, das Ghetto verlassen zu können. Wir begleiten das junge Paar bei der Wohnungssuche. Ihre Wünsche sind bescheiden: Sie wollen nicht aufgrund ihrer Postleitzahl abgelehnt werden.

Kategorie Amateur

Finde den Fehler

«all inclusive» – Verein zur Förderung komplementärer Diversitätsstrukturen, Social Spot, 2:00 Min.

Welchen Unterschied gibt es zwischen einem heterosexuellen und einem homosexuellen Paar? Diese Frage stellt der Filmemacher Gerhard Prügger den Zuschauern. Für seine pfiffige Antwort in Form eines kleinen Clips erhält er den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis. Mit dem trickreichen Kurzfilm „Finde den Fehler“ wirbt der Verein „all inclusive“ im Internet für die Gleichbehandlung homosexueller Paare.

Kategorie Bildung

Bahar im Wunderland

Regie Behrooz Karamizade, Kurzfilm, 16:00 Min

Wohin flüchtest du, wenn dein Leben in Gefahr ist und es keinen Ort gibt, an dem du dich verstecken kannst? Das kurdische Mädchen Bahar glaubt, einen Weg gefunden zu haben. „Bahar im Wunderland“ ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das kein Kind mehr sein darf. Sie ist zusammen mit ihrem Vater auf der Flucht von Syrien nach Deutschland. Um ihre Ängste zu überwinden und sich vor den Gefahren der Flucht zu schützen glaubt sie, unsichtbar werden zu können, wenn sie ihre Augen schließt.