Gisela Goblirsch: Kommunale Themen kommunizieren Verlag Dr. Gabriele Hooffacker

Kommunale Themen kommunizieren

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Interview mit Roswitha Pfeiffer

Stellvertreterin des Vorstands der Bayerischen Verwaltungsschule

Was zeichnet für Sie professionelle Medienarbeit einer Kommune aus, und was kann ein Fortbildungsinstitut dafür tun?
 
 Professionelle Medienarbeit für Kommunen bedeutet für uns, transparent, gut recherchiert und zielgerichtet zu kommunizieren. Als Kommune muss ich die richtige Mischung finden zwischen der klassischen Pressearbeit, den sozialen Netzwerken, der eigenen Internetseite, den Publikationen wie einer Bürgerzeitung und natürlich dem gesprochenen Wort bei Veranstaltungen oder Diskussionsrunden. Als führende Bildungseinrichtung für den öffentlichen Dienst in Bayern ist es unsere Aufgabe, zielgerichtete Weiterbildungsangebote für Kommunen zu schaffen. Die beiden von Gisela Goblirsch geleiteten Weiterbildungslehrgänge „Pressereferent/-in (BVS)“ sowie der darauf aufbauende „Referent/-in für Öffentlichkeitsarbeit (BVS)“ sind hierfür das beste Beispiel. Die Weiterbildungen sind gefragt und werden stetig weiterentwickelt.
 
 Im Zusammenspiel zwischen Kommune und Medien kommt es auf Kommunikation an. Wer eignet sich Ihrer Meinung nach für einen Job in der kommunalen Pressearbeit?
 
 Die kommunale Pressearbeit ist eine „Herkulesaufgabe“. Hier vereinen sich die journalistischen Fähigkeiten mit den umfangreichen Inhalten und Aufgaben einer kommunalen Behörde. Die Kommunen besetzen die entsprechenden Stellen auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Es gibt Verwaltungsfachleute, die mit dem Aufgabengebiet der Medienkommunikation betreut werden. Kleinere Kommunen können sich keine eigenen Stellen dafür leisten und so muss eine Verwaltungskraft diesen Aufgabenbereich nebenbei betreuen. Wichtig ist, diese Menschen berufsbegleitend mit dem nötigen Know-how auszustatten. Für die Pressearbeit sollte man aus meiner Sicht ein bereichsübergreifendes Verständnis für Politik und ein Herz für das kommunale Leben mitbringen, unterstützt durch das nötige Handwerkszeug. Wichtig ist die Fähigkeit kommunale Themen für den Bürger so zu transportieren, dass der Sinn und Nutzen von Entscheidungen oder Entwicklungen klar wird.
 
 Wenn sich die Kommunikationswege ändern, welche Änderungen finden sich in Ihren Weiterbildungen wieder?
 
 Der digitale Sektor wird immer wichtiger – auch für Kommunen. Wir lehren an der BVS nach dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis“. Das heißt, wir setzen fast ausschließlich Dozent(inn)en ein, die eine hervorragende Felderfahrung mitbringen. Unser Weiterbildungsangebot steht daher ständig auf dem Prüfstand. In der Realität bedeutet das, dass beispielsweise die heutigen „Referenten für Öffentlichkeitsarbeit (BVS)“ natürlich lernen, wie sie soziale Netzwerke „richtig füttern“ und Inhalte auf Internetseiten suchmaschinenoptimiert aufbereiten. Im Bereich der Ausbildung arbeiten wir seit kurzem mit Tablet-Klassen. Auch das verändert sich – und, das Tempo wird immer schneller.