Gisela Goblirsch: Kommunale Themen kommunizieren Verlag Dr. Gabriele Hooffacker

Kommunale Themen kommunizieren

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Interview mit Hans Rehbehn

Pressesprecher des Landkreises Weilheim-Schongau

Was zeichnet für Sie professionelle Medienarbeit in Ihrem Landkreis aus? Welche Messlatte legen Sie an?
 
 Die kommunale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist ein unerlässliches Mittel, das die Bürgerinnen und Bürger darüber auf dem Laufenden hält, was im Landratsamt Thema ist, was verhandelt und letztendlich beschlossen wird. Sie hat die Aufgaben, ein positives, einheitliches Erscheinungsbild des Landkreises zu fördern, den Landkreis so gut wie möglich in den Medien darzustellen und die Arbeit der Verwaltung und der Landrätin gut zu „verkaufen“. Deswegen ist eine kontinuierliche und professionelle Medienarbeit für mich sehr wichtig. Negative Ereignisse kommen auch ohne unser Zutun in die lokalen und nationalen Medien, während positive Ereignisse ohne eine aktive Medienarbeit den Weg zu den Medien kaum finden.
 Professionelle Medienarbeit heißt für mich mit den Medienvertretern zu sprechen, damit ein gegenseitiges Vertrauen und eine zufriedenstellende Zusammenarbeit entstehen. Das ist mein Anspruch an meine Kommunikation mit den Medien.
 
 Medienvertreter wollen schnell und zutreffend informiert werden. Was tun Sie, um ein gutes, ständiges Kommunikationslevel sicherzustellen?
 
 Als Pressesprecher bin bei allen wichtigen Besprechungen und Entscheidungen dabei, um auf dem aktuellen Stand der Information zu sein. Der kurze Weg zur Landrätin und zu den Entscheidungsträgern der Verwaltung ist unabdingbar. Im Haus haben wir eine klare Regelung für die Presse-und Öffentlichkeitsarbeit. Schnelle Erreichbarkeit ist zwingend erforderlich. Ohne eine hohe Einsatzbereitschaft und eine gewisse Flexibilität mit dem Blick für das Wesentliche ist die Aufgabe nicht zu meistern und ein schneller Informationsfluss nicht gewährleistet.
 
 Wie können sich Pressestellen auf den digitalen Wandel einstellen? Welche Planungen haben Sie in der Schublade?
 
 Das Internet bietet gegenüber Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen den entscheidenden Vorteil, dass das Bestimmungsrecht über den Inhalt beim Herausgeber liegt, beim Landkreis.
 Damit verfügen wir über ein eigenes Massenkommunikationsinstrument. Mit einem Internetauftritt lassen sich zudem bestimmte Zielgruppen besser erreichen. So soll das Internet zu mehr Transparenz von politischen und administrativen Entscheidungen führen. Außerdem kann man auf diesem Weg junge Menschen besser für kommunale Themen begeistern. Die Tatsache, dass der Landkreis einen eigenen Webauftritt hat, reicht allerdings nicht aus. Eine Website lebt davon, ständig gepflegt und aktualisiert zu werden. Je attraktiver die Website ist, desto mehr Klicks der Bürger erhält sie und desto erfolgreicher kann die Kommune kommunizieren.
 Auf meiner Agenda für die nächsten zwei Jahre stehen als Projekte der Relaunch der Internetseite des Landkreises, der Ausbau des barrierefreien Angebots auf der Seite (Vorlesefunktion, einfache Sprache), der Einstieg des Landkreises in soziale Netzwerke und die Erstellung einer App für den Landkreis Weilheim-Schongau.