Pressekonferenz Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München – AKM

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Interview mit Melanie Huml

Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Schirmherrin der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München-AKM

Wie sind Sie das erste Mal mit der Sterblichkeit von Kindern in Berührung gekommen?
 
 Ich wurde bereits als Kind mit diesem Thema konfrontiert. Damals ist meine kleine Cousine verstorben.
 
 Was schätzen Sie persönlich an der Arbeit der Stiftung AKM?
 
 Nicht nur als Gesundheitsministerin, sondern auch als Mutter und Ärztin liegt mir die Versorgung und Begleitung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher am Herzen. Das Team der Stiftung AKM schenkt Familien mit schwerstkranken Kindern Momente der Sicherheit, Geborgenheit und Normalität. Das ist eine unschätzbar wertvolle Arbeit. In Bayern leiden etwa 2.700 Kinder an einer lebensverkürzenden Erkrankung. Ungefähr 600 Kinder sterben jährlich daran. Unfassbar ist es für Eltern, wenn sie damit konfrontiert werden, dass ihr Kind trotz der Möglichkeiten der modernen Medizin nicht geheilt werden kann. Wenn sie akzeptieren müssen, dass ihr Kind so schwer krank ist, dass es sterben wird.
 In solchen Fällen ist eine fachkundige und einfühlsame Begleitung der gesamten Familie wichtig. Dafür hat die Stiftung AKM ein in dieser Form in Deutschland einzigartiges Leistungspaket geschaffen. Das Thema Kinderhospizarbeit braucht die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Hier ist auch die Politik gefragt. Unsere gemeinsame Botschaft ist: Wir lassen unheilbar kranke Kinder und ihre Familien nicht allein!
 
 Wie unterstützen Sie konkret die Stiftung AKM und wie können Sie sich in Zukunft die Hilfe vorstellen?
 
 Um die Arbeit der Stiftung AKM zu unterstützen, bin ich bereits seit 2009 im Kuratorium vertreten und seit 2013 Schirmherrin der Stiftung. Mir ist es wichtig, auf die Bedeutung der Kinderhospizarbeit hinzuweisen und die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. Um die enorme Belastung der betroffenen Kinder und ihrer Familien zu verringern, setze ich auf den weiteren Ausbau der Kinder- und Jugendhospizarbeit im Freistaat. Auch auf Bundesebene wünsche ich mir die Stärkung des Hospiz- und Palliativbereichs. Deshalb unterstütze ich das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.