Pressekonferenz Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München – AKM

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Interview mit Christine Bronner

Gründerin und Stifterin der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München - AKM

Wie sollte sich die Gesellschaft, im Speziellen die Politik, bei der Fürsorge von schwerstkranken Kindern einbringen und was ließe sich derzeit in der Palliativszene verbessern?
 
 Politik und Gesellschaft können sich einbringen, wenn sie nicht weg -, sondern hinschauen. Und zwar dorthin, wo die Not am größten ist. Wenn ein Kind in einer Familie lebensbedrohlich erkrankt ist, ist dies das Schlimmste, was einer Familie passieren kann. Gerade diese Familien benötigen besonders viel Aufmerksamkeit – von Gesellschaft und Politik.
 
 Bei einem schwerstkranken Kind ist immer auch die gesamte Familie betroffen. Wie muss die Unterstützung für die Familienangehörigen aussehen?
 
 Die Unterstützung setzt sich zusammen aus professioneller Krisenintervention und Traumaarbeit, psychologischer Betreuung, Sozialarbeit, palliativmedizinischer Beratung, spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV), Case-Management, medizinisch-pflegerischer Koordination und Qualitätsüberwachung sowie Strukturierung und Unterstützung im Alltag – hauptamtlich ebenso wie ehrenamtlich.
 
 Was wünschen sich die betroffenen Familien?
 
 Familien brauchen in solchen Fällen professionelle Krisenbetreuung bei allen traumatischen Krisen, die die Familien durchlaufen – beginnend mit der Diagnose im Krankenhaus und zu Hause, rund um die Uhr, jeden Tag, für alle Familien. Standardmäßig sollten die Familien bereits bei der Krankenhausentlassung multiprofessionelle Nachsorge erhalten, auf Wunsch zudem ehrenamtliche Begleitung und bei Bedarf SAPV.