Pressekonferenz Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München – AKM

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Interview mit Prof. Dr. Michaela Nathrath

Professur TU-München, Klinikdirektorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Vorsitzende med. Fachbeirat Stiftung AKM, Mitglied im Stiftungsrat

Was waren Ihre Beweggründe, sich auf den Bereich Kinderpalliativmedizin zu spezialisieren?
 
 Im Rahmen meiner Ausbildung zur Fachärztin für Kinderheilkunde und insbesondere in dem von mir gewählten Aus- und Weiterbildungsschwerpunkt auf der Kinderonkologie in den 90er Jahren habe ich große Defizite in der Behandlung von schwerstkranken und sterbenden Kindern wahrgenommen und wollte dies ändern.
 
 Wie sieht die Palliativmedizin für Kinder konkret aus?
 
 Sie bietet vorrangige Versorgung zuhause, adäquate Symptomkontrolle, Mitbetreuung der gesamten Familie und des Umfelds der betroffenen Kinder sowie multiprofessionelle Behandlung der Kinder.
 
 Was würden Sie sich für den Bereich Palliativmedizin zukünftig wünschen?
 
 Ich wünsche mir dem Rechtsanspruch der Kinder und Jugendlichen Rechnung tragende flächendeckende Versorgungsangebote für schwerkranke und sterbende Kinder und Jugendliche zuhause. Diese sollten durchgeführt werden durch dafür spezialisierte ambulante Palliativversorgung-Teams (SAPPV), die für diese Aufgaben auch kostendeckend finanziert werden. Außerdem braucht es ausreichend stationäre Einrichtungen für die palliativmedizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen.