25 Jahre Umwelt-Akademie e.V.
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Pressekonferenz der Umwelt-Akademie e.V. am 20.Oktober 2015

Interview mit Dr. Helmut Paschlau

Wer heute „Mutbürger“ wird, trägt dazu bei, in einer Generation die Energiewende zu schaffen

Was bewegte Sie ganz persönlich, sich bei der Umwelt-Akademie ehrenamtlich einzubringen? Gab es ein Schüsselerlebnis oder einen konkreten Anlass?
 Ich bin seit über 15 Jahren Mitglied und engagiere mich als ehrenamtlicher Vorstand seit sechs Jahren. Da ich beruflich selbständiger Unternehmensberater für Umweltschutz und Abfallwirtschaft bin, kann ich mir meine Zeit relativ gut einteilen. Deshalb leiste ich mir den Luxus, mich für Nachhaltigkeit einzusetzen.
 
 Was sehen Sie als die größten Erfolge Ihrer Arbeit in der Umwelt-Akademie?
 Die Inhalte, die die Umwelt-Akademie vertritt, sind nun konsequenter auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Außerdem konnte der „bettelarme“ Verein durch Finanzanträge und Fundraising finanziell etwas gestärkt werden.
 
 Was stellt Sie in Ihrer Arbeit bei der Umwelt-Akademie vor neue Herausforderungen?
 Wenn man Anderen etwas beibringen will, muss man stets auf der Höhe des Wissens sein. Und am besten immer eine Nasenlänge voraus. Ich muss sehr viel Fachliteratur lesen.
 
 Was können wir in der Metropolregion München tun, um die Energiewende in die Köpfe der Menschen zu bringen?
 Diese Frage beschäftigt mich seit 2011 mindestens jeden letzten Donnerstag im Monat. Da laufen nämlich die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen der Reihe „Mutbürger für Energiewende!“. Da werden die „Köpfe“ angesprochen. Aus der Umweltpsychologie wissen wir, was wichtig ist: Beispiele für Verhaltensänderungen geben, Anreize setzen, Vorbilder zeigen, positive Rückkopplung geben.
 
 Wie müssen die verantwortlichen Interessensvertreter vorgehen, um die Energiewende zu verwirklichen?
 Die Politik muss glaubwürdige Signale setzen und Rahmenbedingungen, zum Beispiel für Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen, schaffen. Aber sie muss auch zum Energiesparen aufrufen. Vor allem in den energieintensivsten Bereichen Wärme, Mobilität und Landwirtschaft. Die Energiewende ist eine Aufgabe, die mindestens eine ganze Generation
 dauert.