Münchner Mediengespräch Green City Energy

Pressemitteilung

63. Münchner Mediengespräch am 4. Mai 2016, 19.30 Uhr
 
 Wie reagieren Journalisten auf Hoaxes, Fakes oder Fälschungen?
 
 Orange Bar, der Veranstaltungsraum von Green City Energy, Zirkus-Krone-Str. 10, 80335 München (Tram/S-Bahn Hackerbrücke), 6. Stock / Aufzug

 
 München. Nicht alles, was auf den ersten Blick plausibel erscheint, ist wahr. Wer Gerüchten aufsitzt und sie weiterverbreitet, ohne sie zu prüfen, verletzt die journalistische Sorgfaltspflicht. Eine gute Recherche entscheidet darüber, ob Behauptungen stimmig und die Quellen zuverlässig sind. Wie erkennt man Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken? Wann muss man reagieren? Welche Strategien empfehlen Praktiker, um Hoaxes zu identifizieren und als solche öffentlich zu entlarven?
 
 Als Hoax bezeichnet man eine Falschinformation, die sich per Gerücht rasant verbreitet. Soziale Medien und Internetforen bieten dafür die perfekte Plattform. Die erfundene Geschichte einer 13-jährigen Russlanddeutschen, die angeblich von Flüchtlingen entführt wurde, zeigt die drastischen Folgen von Hoaxes. Es kam zu Demonstrationen und die russische Regierung schaltete sich ein. Dies ist nur eines von vielen widerlegten Gerüchten, die im Netz kursieren.
 
 Karolin Schwarz sammelt Falschmeldungen zum Thema Flüchtlinge. Ihre Seite hoaxmap.org „ist aus dem Wunsch entstanden, eine Ordnung in die Vielzahl gestreuter Gerüchte zu bringen und die Dekonstruktion selbiger zu erleichtern“. Für Journalisten ist es so wichtig wie nie, Hoaxes im Netz zu erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. „Man sollte nichts glauben, was nicht aus zwei unabhängigen, vertrauenswürdigen Quellen belegt ist“, erklärt Gabriele Hooffacker, Professorin an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig.
 
 Beim 63. Münchner Mediengespräch diskutieren Karolin Schwarz (Social Media Managerin, Gründerin hoaxmap.org), Christoph Giesen (Süddeutsche Zeitung, Team „Investigative Recherche“) und Roland Hindl (Journalist und Social Media Manager, BR24). Prof. Dr. Gabriele Hooffacker (HTWK Leipzig und Stiftung Journalistenakademie) moderiert das Podiumsgespräch am Mittwoch, 4. Mai 2016, ab 19.30 Uhr. Das 63. Münchner Mediengespräch findet in der Orange Bar, Zirkus-Krone-Str. 10, 6. Stock, 80335 München (Tram/S-Bahn Hackerbrücke) statt. Das BayernForum bittet um Anmeldung unter bayernforum@fes.de. Der Eintritt ist frei. (2108 Zeichen)
 
 Die Münchner Mediengespräche bieten ein regelmäßiges Diskussionsforum mit dem Ziel, neue Entwicklungen in Presse, Hörfunk, Fernsehen und Internet kritisch zu beleuchten. 1999 luden das BayernForum und die Journalistenakademie in München zum ersten Mediengespräch ein. Gäste waren seither beispielsweise Walther von La Roche, Volker Herres, Karl Forster, Romy Fröhlich, Sissi Pitzer, Rainer Tief, Volker Lilienthal, Detlef Esslinger, Herlinde Koelbl und Hans-Jochen Vogel. Im Mai 2016 beschäftigt sich das 63. Münchner Mediengespräch mit Hoaxes, Fakes und Fälschungen.
 
 Pressekontakt: Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG, Arnulfstraße 111-113, 80634 München, Tel. 089 13 01 32 56, Fax 089 13 14 06, E-Mail redaktion.ja@gmail.com, www.journalistenakademie.de
 
 Kontakt BayernForum: Anna-Lena Koschig, Prielmayerstraße 3, 80335 München, Tel. 089 51 55 52 42, Fax 089 51 55 52 44, E-Mail bayernforum@fes.de, www.bayernforum.de