Evangelisches
Beratungszentrum
München e.V.
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Evangelisches Beratungszentrum München

'Wir nehmen Ängste ernst'

Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr im Einsatz, die Telefone klingeln nonstop.
 35.000 Menschen jährlich nutzen die Angebote des Evangelischen Beratungszentrums München e.V. (ebz), Tendenz steigend. Gesellschaftliche Veränderungen stellen die Berater täglich vor neue Herausforderungen: vom Mobbing unter Jugendlichen bis zur sexuellen Aufklärung von Migrantinnen

 
 München, 15. Juni 2016. „Unsere Beratungsangebote sind so vielfältig wie die Themen, die unsere Gesellschaft umtreiben“, sagt Gerborg Drescher, Pfarrerin und Vorstand des ebz. Aktuelle Ängste und Probleme spüren ihre Mitarbeiter besonders in der Telefonseelsorge. Wie ein Querschnitt durch ein ganzes Leben sei das, was täglich am Telefon besprochen wird. „Die Telefonseelsorge ist ein Seismograph unserer Gesellschaft“, erläutert Drescher. Vieles deutet darauf hin, dass die Verunsicherungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Beim Thema Flüchtlinge zeigen sich In der Telefonseelsorge unerwartete Aspekte. Menschen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration, die von Flucht betroffen waren, haben wieder Angst und leiden unter verdrängten Erinnerungen. „Die Telefonseelsorge läuft am Limit“, warnt Drescher: „Ratsuchende müssen leider bis zu fünf Mal anrufen, um durchzukommen“. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar und fahren Doppelschichten, um alle Anrufer betreuen zu können.
 
 Einen neuen Schwerpunkt setzt das ebz bei Jugendlichen. „Wir sind eine der wenigen Beratungsstellen, die explizit Jugendberatung machen, die ohne Eltern stattfindet“, betont Drescher. Neben Mobbing sind Schulverweigerer ein zunehmend wichtiges Thema. Beratung findet hier persönlich oder per Telefon statt, wobei immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene digitale Medien wie Chat oder Mail nutzen. Neuen Herausforderungen stellt sich das ebz mit dem Projekt „Frauenfragen – Frauenwissen“. Es bietet Information und Aufklärung für Migrantinnen. Drescher: „Wir treten in persönlichen Kontakt und sprechen über Schwangerschaft, Verhütung und den weiblichen Körper. Die meisten Frauen reden bei diesen Begegnungen das erste Mal offen über Sexualität.“
 
 Am 14. Juni 2016 geht der neu gestaltete Webauftritt www.ebz-muenchen.de online. Hier können sich Hilfesuchende einen Überblick über das Beratungsangebot verschaffen und schnell Kontakt aufnehmen.
 
 Pressekontakt: Stiftung Journalistenakademie Dr. Hooffacker GmbH & Co. KG, Arnulfstraße 111-113, 80634 München, Telefon: +49 (0) 89 13 01 32 57, Fax: +49 (0) 89 13 14 06, E-Mail: journalistenakademie2016@gmail.com
 
 ebz: Evangelisches Beratungszentrum München e.V., Landwehrstraße 15/Rgb., 80336 München, Telefon: + 49 (0) 89 59 04 80, Fax: + 49 (0) 89 59 04 81 90, mail@ebz-muenchen.de, www.ebz-muenchen.de