Münchner Mediengespräch Green City Energy

Interview mit Friederike Junker

Auf welchen Medienkanälen informieren Migrantinnen und Migranten die eigenen kulturellen Vereine und Organisationen?

Häufig genutzt werden E-mail, Flyer, Facebook und Whatsapp. Soziale Medien sind vor allem bei jungen Menschen beliebt während es bei den älteren eher über Mundpropaganda bei persönlichen Treffen geht.

Wie funktioniert die Öffentlichkeitsarbeit der Migrantenvereine und Organisationen nach außen? Wann und zu welchen Anlässen ist sie erfolgreich?

Wir haben Vereine, die sind höchst professionell und informieren erfolgreich viele Menschen außerhalb ihrer eigenen Community. Die meisten aber informieren ihre eigenen Communities. Über unser Netzwerk (MORGEN e.V.) verschicken wir Veranstaltungshinweise und unterstützen so die Öffentlichkeitsarbeit der Vereine. Kulturveranstaltungen sind dabei besonders erfolgreich, so zum Beispiel die große Kulturveranstaltung der kurdischen Community zur Unterstützung des Aufbaus einer Mädchenschule in Kobane (Kurdistan).

Wie können sich Migrantenvereine und Organisationen organisieren, vernetzen und damit Gehör verschaffen?

Professionelle Öffentlichkeitsarbeit kostet Geld und Zeit. Beides haben die Vereine meist nicht, da sie fast ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Der Verband MORGEN kann wichtige Unterstützung leisten und fehlende Kapazitäten ausgleichen. Wichtig ist auch die Kontaktvermittlung zu Medienschaffenden. So können sich Vereine direkt an Journalisten wenden.
 
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