Teilhabe als
Menschenrecht

Friederike Junker

MORGEN e.V.

Workshop: Bürgerschaftliches Engagement von Migrantenvereinen

© Samir Sakkal

© Samir Sakkal

Friederike Junker, geboren 1983 in Starnberg, studierte Politikwissenschaft in Tübingen und Development Studies in London. Bei einem Praktikumssemester in Bangladesch unterstützte sie das Frauenrechtsprojekt der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit).
 Danach arbeitete sie ein Jahr beim UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) in Genf. Es folgte ein Jahr bei der Stadtratsfraktion der GRÜNEN/Rosa Liste als Fraktionsreferentin für den Bereich Asyl, Migration, Gender und Soziales.
 Seit September 2013 ist Friederike Junker Geschäftsführerin von MORGEN.
 

Worum geht es in Ihrem Workshop „Bürgerschaftliches Engagement von Migrantenvereinen“?
 Es geht darum Herausforderungen für Migrantenorganisationen und Initiativen zu besprechen und zu zeigen, welche Chancen MORGEN oder das Selbsthilfezentrum anbieten. Bei den Handlungsempfehlungen werden wir uns darauf konzentrieren, welche Rahmenbedingungen Bürgerschaftliches Engagement braucht und wie wir diese befördern und ermöglichen können.
 
 Nennen Sie uns ein konkretes Beispiel aus Ihrem Alltag.
 Herausforderungen sehe ich hauptsächlich in den Rahmenbedingungen. Ganz konkret soll geleistetes Engagement als solches anerkannt, wahrgenommen, geschätzt und gefördert werden. Dazu gehört auch entsprechende Förderstrukturen zu schaffen, Menschen darüber zu informieren, Akteure zu vernetzen und dieses Engagement wiederum bekannt zu machen.
 
 Wenn Sie heute im Landtag ein Gesetz verabschieden könnten – wie würde das aussehen?
 Teilhabe hat sehr viele Facetten. Es fängt bei den Voraussetzungen für Teilhabe, also bei der Schul-und Bildungspolitik an. Aus meiner Sicht wäre ein wichtiger Baustein die politische Mitbestimmung. Ich würde mich für ein Gesetz einsetzen, dass kommunales Wahlrecht für alle ermöglicht. Teilhabe bedeutet darüber hinaus auch Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für alle. Das bezieht sich vor allem auf Menschen, die auf Grund ihres Aufenthaltsstatus derzeit nicht gesellschaftlich teilhaben können.
 
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 Veranstalter MORGEN e.V.