Ärzte- und Therapeuten-Netzwerk

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Interview mit Dr. Thomas Villinger

Gynäkologe und Initiator des Netzwerk für Gesundheit

Was hat Sie bewogen, das Netzwerk für Gesundheit zu gründen?

Anfang der 90er Jahre war das ganzheitliche Denken in der Medizin noch nicht weit verbreitet. Viele Patienten waren froh, endlich einen Schulmediziner gefunden zu haben, der alternative Behandlungsmethoden anwendet. Aufgrund der großen Nachfrage kam mir die Idee, ein Netzwerk mit gleichgesinnten Ärzten und Therapeuten zu schaffen. Unser Schwerpunkt ist die Lebensbegleitung – wir wollen nicht nur kranke Patienten gesund therapieren, sondern letztendlich Krankheiten vorbeugen. Unsere Philosophie beinhaltet die Säulen Ursachenforschung, Ernährung, Naturheilverfahren und Körperbewusstsein. So kann man einfach ein viel breiteres Spektrum anbieten, als es ein Arzt alleine kann.

Welche Kriterien müssen Ärzte und Therapeuten des Netzwerkes für Gesundheit erfüllen?

Wir unterscheiden uns von den anonymen Datenbanken, die keinen Qualitätsstandard haben.
 Unsere Partner müssen nach der Vier-Säulen-Philosophie handeln und dahinter stehen. Wir legen Wert auf gute Referenzen, d.h. unsere Partner weisen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Ärzten oder Therapeuten hin. Sie kennen dann bereits die jeweilige Arbeitsweise oder haben gute Rückmeldungen von ihren Patienten erhalten. Die persönliche Erfahrung, von einem Partner oder mir, ist der ausschlaggebende Punkt. Bei den Netzwerk-Partnern wie auch den Kooperationspartnern gilt: Falls einer keine guten Rückmeldungen von den Patienten und Kunden erbringt, dann halten wir uns die Option offen, uns von diesem Partner wieder zu trennen.
 

Was ist Sinn und Zweck der regelmäßigen Partnertreffen?

Auf den Partnertreffen, die seit März 2007 abgehalten werden, haben die Ärzte und Therapeuten die Möglichkeit, sich einmal persönlich kennen zu lernen und sich auszutauschen. In einer 60 Sekunden-Präsentation kann jeder sich und sein Leistungsspektrum vorstellen und sagen, was ihm wichtig ist und was er sich von einer Zusammenarbeit erhofft. Daraus entstehen im Anschluss interessante Gespräche. Oftmals verabreden sich die Teilnehmer auch privat, um beispielsweise neue Therapieanwendungen zu diskutieren.

Was verstehen Sie unter einem ganzheitlichen Therapieansatz?

Unser Ziel ist, dass die Menschen Verantwortung für sich selbst und für ihre Gesundheit übernehmen. Sie sollen gesünder werden und bleiben – geistig und seelisch. Hierbei können wir sie auf verschiedene Art und Weise unterstützen, gemäß den vier Säulen unserer Philosophie.
 Der Idealfall wäre, wenn die Menschen nicht erst zum Arzt gehen, wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist, sondern bereits merken, wenn der Körper anfängt auf irgendeine Weise zu rebellieren. Bereits an diesem Punkt muss nach den Ursachen gefragt werden, das ist der wichtigste Aspekt unserer Philosophie. Vor allem in der heutigen Zeit, in welcher die Zivilisationskrankheiten immer mehr zunehmen, ist es von zentraler Bedeutung, nicht nur allein die Symptome einer Krankheit zu behandeln. Die weiteren drei Säulen unseres ganzheitlichen Ansatzes sind unterstützende Maßnahmen, um dem Menschen auf dem Weg zu einem gesunden Leben Kraft zu geben. Dies kann man allein mit Homöopathie oder Sport nicht erreichen. Man muss sich wirklich aus allen Bereichen etwas herauspicken. Wichtig ist dabei stets, dass es einem Spaß macht und damit auch gut tut.
 

An welche Zielgruppe wendet sich das Netzwerk für Gesundheit?

Angesprochen sind im Grunde alle Menschen, die erkannt haben, dass hinsichtlich der Gesundheit ein Umdenken erforderlich ist. Oder diejenigen, die in bezug auf eine Krankheit oder Beschwerden nicht mehr weiter wissen und etwas Neues versuchen möchten.

Wie soll sich das Netzwerk für Gesundheit Ihrer Meinung nach in den nächsten zehn Jahren entwickeln?

Wünschenswert wäre, dass sich in anderen deutschen Städten ebenfalls engagierte Leute finden, die von unserer Logistik profitieren und etwas Ähnliches aufbauen. Die Zukunft liegt, auch in bezug auf Arztpraxen, darin, dass man vom Einzelkämpfertum wegkommt und gemeinschaftlich zusammenarbeitet. In der heutigen Zeit wandern viele Ärzte ins Ausland ab. Wir wollen zeigen, dass wir nicht resignieren, sondern gemeinsam mit diesem Netzwerk etwas bewegen wollen. Auf diese Weise können wir vielleicht auch andere Ärzte und Therapeuten motivierten, sich über den ganzheitlichen Ansatz Gedanken zu machen.


 
 (Das Interview führten Claudia Hösl und Manuela Schwab.)