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50 Jahre Evangelisches Beratungszentrum

Pressekonferenz am 18. Juni 2008, 11 Uhr

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Pressemitteilung

Neue Beratungskonzepte

für Kinder in Not und Menschen mit Traumata

50 Jahre Evangelisches Beratungszentrum München

Das Evangelische Beratungszentrum München (ebz) ist während seines 50-jährigen Bestehens zu einem Zentrum mit vielen Beratungsangeboten für unterschiedliche Zielgruppen gewachsen.

„Das Zentrum trägt dazu bei, dass Partnerschaftsprobleme und familiäre Krisen überwunden werden können, dass das Verständnis in Familie und Partnerschaften füreinander wächst und dass sich aus gemeinsamem Lernen in schwierigen Situationen wieder eine positive Einstellung für die Lebens- und Zukunftsbewältigung einstellt”, lobt die Bayerische Sozialministerin Christa Stewens in ihrem Grußwort das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Sie geben Hilfestellung bei der Schwangerschaftsberatung, in Ehe-, Familien- und Lebensberatung, durch Erziehungsberatung und über die Telefonseelsorge. Die Pastoralpsychologie als Unterstützung für kirchliche Mitarbeiter bildet die fünfte Säule des ebz.

Die Telefonseelsorge wirkt wie ein Indikator für die Gesellschaft und spiegelt die Probleme und Krisen vieler Menschen wider. Sie finden bei den 120 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Telefonseelsorge Gesprächspartner mit Herz. Sie werden für ihre Aufgabe ein Jahr lang intensiv geschult und vorbereitet.

Die ehrenamtlichen Seelsorger sind präsent und hören zu. Sie achten während der Beratung am Telefon darauf, die Gesprächsteilnehmer nicht zu retraumatisieren. Gegebenenfalls schlagen sie Brücken zu persönlichen Beratungsgesprächen.

Nicht nur die Inhalte, sondern auch das Anrufverhalten haben sich in letzter Zeit geändert. Heute rufen Ratsuchende oft per Handy beim ebz an, etwa beim Warten auf die nächste Tram. Immer mehr Menschen wenden sich an die Telefonseelsorge, um bis zu dreimal täglich Kontakt herzustellen und über alltägliche Aufgaben zu reden, über die sie sonst mit niemandem sprechen können.

Bei Scheidungen und Trennungen geht das Team der Ehe-, Familien- und Lebensberatung mit dem so genannten „Münchner Modell” gemeinsam mit dem Familiengericht neue Wege: „Das Besondere ist die schnelle Herangehensweise zum Wohle der Kinder”, beschreibt Pfarrerin Gerborg Drescher, Vorstand des ebz, den neuen Ansatz. „Wir beraten hochstrittige Paare, die sich vor Gericht in Fragen des Umgangs- und Sorgerechts nicht auf eine einvernehmliche Regelung einigen.”

Die Erziehungsberatung als weiterer Bereich will mit ihrem Konzept der „Frühen Hilfe” besonders Kleinkinder schützen, da dieser Lebensabschnitt eine entscheidende Entwicklungsphase ist.

Diese dynamisch auf die Bedürfnisse der Menschen reagierende Arbeitsweise des ebz lebt von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Firmen und Institutionen, die das Beratungszentrum durch ihre Mitgliedschaft im Freundeskreis bzw. durch Spenden unterstützen.

Das Evangelische Beratungszentrum München (ebz) berät seit über 50 Jahren bei psychologischen, sozialen, kulturellen und religiösen Konflikten, unabhängig von Nationalität, Konfession oder Lebensweise. Rund 35.000 Ratsuchende nutzten jährlich das ebz-Beratungsangerbot der 55 hauptberufliche und 120 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Stand Juni 2008