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Kasperl – Ein kecker Kerl, der nicht alt wird

Kasperl lacht wie am ersten Tag. „Der hat schon viel mitgemacht“, sagt der Leiter der Augsburger Puppenkiste, Klaus Marschall. Von den Tourneen im Nachkriegsdeutschland mit Walter Oehmichen bis zu den aktuellen Fernsehauftritten mit Ralphi, dem Bären. Kasperl hat immer noch viel zu tun mit seinen 60 Jahren. Er ist genauso alt, wie die Augsburger Puppenkiste dieses Jahr geworden ist. Auf Gastspielreisen tritt inzwischen sein jüngerer Zwillingsbruder auf. Der Kasperl selbst ist im Theater in Augsburg immer noch aktiv. Neben den Auftritten in Kinderstücken wie Räuber Hotzenplotz und Rumpelstilzchen ist er auch der Conferencier beim Kabarett abends in der Puppenkiste, begrüßt Tina Turner und die Drei Tenöre als Gäste und spielt in Doktor Faust mit. Mit der Kamera werden Kasperls Reisen durch seine Heimatstadt Augsburg festgehalten, davon gibt es schon drei DVDs. „A wa! Sonschd bisch gsund?“, würde das schwäbische Kaschperle wohl antworten, frügen wir ihn, ob er bald in Rente gehe. Kasperle will noch lange die Phantasie von Kindern und Erwachsenen anregen. Bastian Sick zitiert einen Freund: „Weißt du, woran man erkennt, dass die Kindheit vorbei ist? Wenn man bei der Augsburger Puppenkiste die Fäden sieht!“ Ich sehe die Fäden vom Kasperl nicht, und wenn auch das Holzgesicht stets gleich bleibt, einmal lacht er mich spitzbübisch an, im nächsten Augenblick blickt er erstaunt. Zu mir spricht der Kasperl und nicht Klaus Marschall, der die Fäden in der Hand hält.